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Nürnberg
Unfallflucht

Schiff rammte Hafenmauer - Kapitän verschwand

Ein Gütermotorschiff hat am Mittwoch Morgen die Hafenmauer des Nürnberger Staatshafens. Der Kapitän "parkte" sein Schiff noch in aller Ruhe ein und verschwand anschließend.
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Symbolbild: Christopher Schulz
Symbolbild: Christopher Schulz
Im Rahmen einer Bootsausbildung entdeckten Beamte der Wasserschutzpolizei Nürnberg einen erheblichen Schaden an der Kaimauer des Schwergutbeckens im Hafen Nürnberg. Die Begutachtung zusammen mit dem Hafenmeister erhärtete den Verdacht, dass die Mauer von einem Schiff gerammt worden war. Laut Polizei soll sich der entstandene Schaden nach ersten Schätzungen auf mehr als 100.000 Euro summieren.

Die Absuche im Hafen ergab Hinweise auf den vermutlichen Verursacher: ein deutsches Gütermotorschiff, das an der Frontseite stark beschädigt vor Anker lag. Die weiteren Ermittlungen führten dann schließlich zum Kapitän, einem 41-jährigen Deutschen. Er gab letztlich zu, gegen 04:00 Uhr mit seinem Schiff die Hafenmauer gerammt zu haben, da er vergessen hatte, den Autopiloten auszuschalten. Dadurch sei der Kurvenradius zu groß gewesen, was die Kollision mit der Hafenmauer zur Folge hatte. Ohne den Unfall zu melden, machte er sein Schiff am Ufer fest und verschwand.

Dem Kapitän wurde ein vorläufiges Weiterfahrverbot ausgesprochen, weil die Struktur seines Schiffes möglicherweise beeinträchtigt und damit die Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Ein Sachverständiger wird den Schaden prüfen; danach wird über die Aufhebung des Weiterfahrverbotes entschieden. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

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