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Camping: So sieht der Luxuszeltplatz bei Rock im Park 2017 aus

1300 Euro kostet ein Zelt auf dem Luxus-Campingplatz bei Rock im Park 2017. Wir haben uns die Neuheit in der Nähe des Backstage-Bereichs angesehen.
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Auf 15 Quadratmetern kann der Rockfreund bei RIP beinahe fürstlich kampieren. Foto: Nikolas Pelke
Auf 15 Quadratmetern kann der Rockfreund bei RIP beinahe fürstlich kampieren. Foto: Nikolas Pelke
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Camping ist nichts für jeden: Erst muss das Zelt aufgebaut, danach die Matratze aufgeblasen werden. Das ist meistens schweißtreibend und kostet Kraft und Nerven. Deshalb bietet das Musikfestival Rock im Park dieses Jahr erstmals einen Luxuscampingplatz an.

Damit können die Rocker 2017 in den Genuss des einfachen Übernachtens in freier Natur kommen. Die Festivalgänger können bei Rock im Park am Zeppelinfeld und Dutzendteich zum ersten Mal ein "Camping-Komplettpaket" buchen.


Luxuscamping bei RIP 2017

"Alle Backstage-Camper können ganz entspannt anreisen - denn es erwarten euch bereits komplett aufgebaute und sofort bezugsfertige Zelt-Unterkünfte", versprechen die Veranstalter und schwärmen von dem "großen Komfort" der hausähnlichen Konstruktionen aus Stangen und Stoffbahnen, die in verschiedenen Varianten und zu unterschiedlichen Preisen zu haben sind.

Mehr Fotos von den Luxuszelten bei RIP

Sogar eine Luxusvariante ist im Angebot. Verführerisch ist nicht nur die Tatsache, dass die Stangen schon richtig zusammengebaut sind. Auch die Luftmatratzen sind bereits aufgepumpt. Selbst der Schlafsack liegt für die Kuschelrocker schon ausgebreitet im Zelt. Außerdem gibt es Lampen, Tische und Stühle in den Zelten, die der zeltende Rockfreund nur mit einigen Handgriffen ausklappen muss.


Der Zeltplatz liegt gleich hinter der Hauptbühne

Zusätzlich lockt die Zeltstadt, die sich gleich hinter der Hauptbühne befindet und von den Veranstaltern "Backstage Camp" genannt wird, mit Strom, Internet und Parkplätzen in Sichtweite. Selbst an eine Rezeption wurde gedacht. Beim Thema Sicherheit wurde ebenfalls nicht gespart. Ein Wachmann kontrolliert am Eingang die Personen und die mitgebrachten Gegenstände. Sogar Sonnenschirme stehen vor den kleinen Behausungen bereit. Apropos: Die Größe der Mietzelte variiert deutlich.



Während das 2-Mann-Zelt (185x325cm) eher an eine Hundehütte erinnert, lässt das große "Glamping"-Zelt den Betrachter schon fast an Gaddafis Zeltpaläste denken. Auf 15 Quadratmetern kann der Rockfreund hier beinahe fürstlich kampieren. Deshalb auch der Neologismus aus Camping und Glamour oder kurz: Glamping.

Sogar einen Kühlbox steht für den rockenden Glamper parat. Auf dem Doppelluftbett im Kingsize-Format wartet ein flauschiger Doppelschlafsack auf die Edelrocker. Liebevoll (wahrscheinlich in Handarbeit) wurde das "Rock im Park"-Logo auf die Zudecke gestickt.



Rund 1300 Euro kostet das Luxuszelt für zwei

Leider hat die Sache mit dem Rock-Camping einen Haken. Weder den Maxi-Schlafsack noch die achteckige Zeltbehausung im Gaddafi-Stil darf der Besucher nach dem Festival als Souvenir mit nach Hause nehmen. Immerhin sind beim Preis von 1.315 Euro für den dreitägigen Aufenthalt für zwei Personen im Luxuszelt die beiden Festivaltickets schon enthalten.

Das Familienzelt für vier Personen (Größe: 265x345cm) kostet inklusive Eintrittskarten 1.720 Euro. Die kleine Variante, die zwar Bilder von Behausungen für Vierbeiner im Kopf evoziert aber durchaus ihren Zweck erfüllen dürfte, kostet immerhin noch 865 Euro.

Dagegen ist das Frühstück, das optional für 26 Euro pro Person und Tag gebucht werden kann, fast schon ein Schnäppchen. Sparen könnte man sich die Erwähnung, dass die romantische Zeltstadt für erholungssuchende Kuschelrocker ohne Geldsorgen in diesem Jahr ausverkauft ist. Wer sich dennoch für das Angebot interessiert, dem sei folgende Internetadresse ans Herz gelegt: http://www.rock-im-park.com/backstage-camp/



Auch Luxus-Camping ist noch Camping

So schön und gut das Luxus-Camping auch klingt, es bleibt immer noch Zelten. Auch die Luxusvariante kann nichts daran ändern, dass die Zelte bei Hitze stickig werden und sich die ein oder andere Stechmücke ins Domizil einschleicht. Außerdem können dem prognostizierten Gewitter auch die besten Zelte nass werden.
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