Nürnberg
Große Straße

Prozess um Nürnberger Raser-Unfall geht wohl in nächste Instanz

Der Prozess um den Raser, der in Nürnberg eine junge Inline-Skaterin überfahren hat, geht wohl in die nächste Instanz. Sowohl Anklage als auch Verteidigung hätten Rechtsmittel gegen das Urteil des Amtsgerichts von Mitte Dezember eingelegt, sagte ein Justizsprecher.
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Der Angeklagte Alexander G. sitzt am 12.12.2014 vor Prozessbeginn im Sitzungssaal des Landgerichts Nürnberg-Fürth in Nürnberg (Bayern). Dem Mann wird vorgeworfen auf der Großen Straße in Nürnberg mit überhöhter Geschwindigkeit eine Inline-Skaterin angefahren und tödlich verletzt zu haben. Foto: Daniel Karmann/dpa
Der Angeklagte Alexander G. sitzt am 12.12.2014 vor Prozessbeginn im Sitzungssaal des Landgerichts Nürnberg-Fürth in Nürnberg (Bayern). Dem Mann wird vorgeworfen auf der Großen Straße in Nürnberg mit überhöhter Geschwindigkeit eine Inline-Skaterin angefahren und tödlich verletzt zu haben. Foto: Daniel Karmann/dpa
Weil er im Sommer 2014 eine Inline-Skaterin auf der Großen Straße angefahren und getötet hatte, hatte das Amtsgericht einen 27-Jährigen wegen fahrlässiger Tötung zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. Die Berufungskammer könne höchstens vier Jahre Haft verhängen, sagte der Sprecher. "Da wird sich nicht mehr viel verschieben zulasten des Angeklagten."

Die Verteidigung des 27-Jährigen hatte bereits kurz nach dem Urteil angekündigt, in Berufung gehen zu wollen. Ihrer Ansicht nach ist die Strafe zu hoch, sie hielt drei Jahre und einen Monat Haft für angemessen. Die Staatsanwaltschaft hatte drei Jahre und elf Monate Haft gefordert.

Der betrunkene Mann war im vergangenen Juni mit einem fast 300 PS starken Wagen mehrmals die Große Straße rauf und runter gefahren - zeitweise mit knapp 130 Stundenkilometern.
Der Wagen erfasste die 18 Jahre alte Skaterin, die mit ihrer Schwester die Straße überqueren wollte. Die junge Frau wurde rund 70 Meter durch die Luft geschleudert und starb noch an der Unfallstelle. Als Konsequenz aus dem Unfall wurde auf der Großen Straße - einem Teil des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes - eine Tempo-30-Zone eingerichtet.
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