Nürnberg
Stromautobahn

Protest gegen Stromtrasse auch in Nürnberg

Der Stromnetzbetreiber Amprion drückt bei den Plänen für eine Stromautobahn durch Franken und die Oberpfalz aufs Tempo. Der Antrag für die Vorzugstrasse solle bereits im März eingereicht werden. Am Mittwochabend protestierten auch in Nürnberg mehrere hundert Bürger gegen den geplanten Bau.
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Gegner eines geplanten Baus von Stromautobahnen in Mittelfranken und der Oberpfalz protestieren in Nürnberg am Rande einer Informationsveranstaltung des Betreibers zu dem Bau. Fotos: Daniel Karmann/dpa
Gegner eines geplanten Baus von Stromautobahnen in Mittelfranken und der Oberpfalz protestieren in Nürnberg am Rande einer Informationsveranstaltung des Betreibers zu dem Bau. Fotos: Daniel Karmann/dpa
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Das kündigte Amprion-Projektleiter Dirk Uther an. Uther machte aber zugleich deutlich, dass die von einem Gutachter erarbeitete 450 Kilometer lange Trasse nicht unbedingt das letzte Wort sei. "Hier kann sich substanziell in Teilbereichen noch was ändern", unterstrich er.

Die Trassenpläne stoßen in der Region schon vor Beginn des Genehmigungsverfahrens in vielen betroffenen Gemeinden auf Widerstände.

Auch in Nürnberg protestierten am Mittwochabend mehrere hundert Bürger mit einem lautstarken Trillerpfeifen- und Trötenkonzert gegen den Bau der Stromautobahn. Auch Sprechchöre verzögerten immer wieder den Beginn einer Informationsveranstaltung des Stromnetzbetreibers Amprion in der Meistersingerhalle. Als die Veranstalter den Ordnungsdienst zum Einschreiten gegen die Störer aufriefen, drohte kurzzeitig ein Eklat. Erst als eine Bürgerin die Protestierenden zur Besonnenheit aufrief, konnte die Veranstaltung fortgesetzt werden.

Insgesamt hatten mehr als 1000 Bürger aus den betroffenen Landkreisen Nürnberger Land, Roth und Neumarkt die Veranstaltung besucht.
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