Gunzenhausen
Versammlungen

Protest gegen AfD und Redner Björn Höcke in Gunzenhausen

Gegen eine AfD-Veranstaltung in der Stadthalle Gunzenhausen mit Björn Höcke als Gastredner haben am Samstag rund 500 Menschen demonstriert.
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Etwa 500 Menschen protestierten am Samstag in Gunzenhausen gegen eine Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) in der Stadthalle. Foto: News5
Etwa 500 Menschen protestierten am Samstag in Gunzenhausen gegen eine Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) in der Stadthalle. Foto: News5
Am Samstag fanden im mittelfränkischen Gunzenhausen (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) zwei politische Versammlungen statt. Zwischen 15.00 Uhr und 17.45 Uhr nahmen etwa 300 Menschen in der Stadthalle an einer Veranstaltung der Partei Alternative für Deutschland (AfD) teil. Einer der Redner bei der Veranstaltung: der umstrittene Björn Höcke, Fraktionschef der Thüringer AfD. Seit Herbst 2014 sitzt Höcke im Landtag und ist unbestritten das bekannteste Gesicht der Thüringer AfD. Politikwissenschaftler und Beobachter verorten den gebürtigen Westfalen rechtsaußen innerhalb der Partei.
Bereits ab 14.00 Uhr veranstalte das Landkreisbündnis gegen Rechts vor der Stadthalle eine Gegenkundgebung. Die Versammlung, an der zeitweise bis zu 500 Gegendemonstranten teilnahmen, löste sich nach dem Ende der AfD-Veranstaltung gegen 18.30 Uhr auf, wie die Polizei am Samstagabend mitteilte.

Beide Versammlungen verliefen störungsfrei. Zum Schutz der Versammlungen waren neben Beamten der örtlichen Polizei weitere Einsatzkräfte aus Mittelfranken eingesetzt. Um ein Aufeinandertreffen der verschiedenen Versammlungsteilnehmer zu verhindern, trennte die Polizei den Bereich mit Sperrgittern.

Die Polizeibeamten leiteten gegen drei Teilnehmer der Gegenkundgebung Strafverfahren nach dem Versammlungsgesetz ein. Sie hatten sich während der Versammlung vermummt.

Bereits am Vorabend gegen 23.30 Uhr ertappte eine Zivilstreife der Polizei an der Gunzenhausener Stadthalle zwei Jugendliche (14 und 17 Jahre alt). Diese hatten mehr als zwei Dutzend Aufkleber mit diversen Logos gegen die AfD an den Eingangstüren des Gebäudes angebracht. Die Beamten entdeckten bei den jungen Männern eine Mehrzahl weiterer derartiger Sticker und stellten diese sicher. Die Jugendlichen erwartet nun ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung.


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