Nürnberg
Proteste

Nügida-Kundgebungen für Februar angemeldet - Gegenwehr formiert sich

Nügida, der Nürnberger Ableger der islamkritischen Bewegung Pegida, hat am Montag zwei Demonstrationen durch Nürnberg für Februar angemeldet. Doch auch Gegenkundgebungen wurden bereits angesetzt.
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Gegendemonstranten protestieren am 19.01.2015 gegen die islamkritische Bewegung der Pegida (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) in Nürnberg (Bayern). Eine konkrete Terrordrohung von Islamisten gegen die Pegida hat zu einem Verbot für alle Versammlungen unter freiem Himmel in Dresden durch die Polizei für diesen Montag geführt. Foto: Daniel Karmann/dpa
Gegendemonstranten protestieren am 19.01.2015 gegen die islamkritische Bewegung der Pegida (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) in Nürnberg (Bayern). Eine konkrete Terrordrohung von Islamisten gegen die Pegida hat zu einem Verbot für alle Versammlungen unter freiem Himmel in Dresden durch die Polizei für diesen Montag geführt. Foto: Daniel Karmann/dpa
Auf Nachfrage von inFranken.de erklärte Katrin Kurr vom Ordnungsamt Nürnberg, dass am Montag zwei Anmeldungen für Nügida-Veranstaltungen im Februar eingegangen seien - unter dem Motto "Gegen die Islamisierung Europas". Am 16. Februar sei eine Route von der Lorenzkirche zum Jakobsplatz geplant, am 23. Februar will Nügida von der U-Bahn-Haltestelle Frankenstraße zum Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und zurück laufen. Der Zeitrahmen ist mit voraussichtlich 19 bis 24 Uhr angegeben.

Doch auch die Gegenseite wurde inzwischen aktiv. Unter dem Motto "Nürnberg hält zusammen" ruft die Stadt und zahlreiche gesellschaftliche Gruppen wie Kirchen und Gewerkschaften bereits an diesem Freitag zu einer Kundgebung für Vielfalt und Toleranz auf. Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) wird bei der Kundgebung am Kornmarkt als Hauptredner auftreten. Das Ordnungsamt rechnet mit mehreren tausend Teilnehmern. Die Kundgebung beginnt am 30. Januar um 16 Uhr.

Für die Nügida-Termine im Februar sind ebenfalls Gegendemonstrationen angemeldet. Die SPD Nürnberg und Ver.di haben für den 16. Februar zu Versammlungen aufgerufen, Ver.di bisher zusätzlich für den 23. Februar. Katrin Kurr schätzt jedoch, dass es nicht bei diesen Anmeldungen bleibt, sondern vielmehr weitere Gruppen ebenfalls Veranstaltungen planen und anmelden werden.


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