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Nürnberg
Prostituiertenmorde

Nürnberg: 21-Jähriger gesteht - Grausame Details zu Prostituiertenmorden

Die Polizei Mittelfranken hat Details zu dem mutmaßlichen Prostituiertenmörder von Nürnberg bekannt gegeben.
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Die erste Frauenleiche war Ende Mai entdeckt worden. Foto: News5/Grundmann
Die erste Frauenleiche war Ende Mai entdeckt worden. Foto: News5/Grundmann
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Nach den beiden Prostituiertenmorden in Nürnberg hat der festgenommene Tatverdächtige ein umfassendes Geständnis abgelegt. "Er hat Täterwissen preisgegeben", teilte die Polizei am Montag bei einer Pressekonferenz am Montagnachmittag mit.

An beiden Tatorten seien DNA-Spuren des 21 Jahre alten Nürnbergers Felix R. sicher gestellt worden. Als Motiv habe der Arbeitslose Streitigkeiten mit den beiden Frauen genannt. Dabei sei es um Geld gegangen. Nach den Worten von Oberstaatsanwalt Alfred Huber sagte der Mann aus, in beiden Fällen habe er sich nach dem Sex mit den Frauen über die Bezahlung gestritten.


Grausame Details zu den Taten


Der Mann habe seine Opfer gefesselt und erdrosselt, schilderte der Leiter der Soko "Himmel", Michael Dietsch am Montag. Um seine Spuren zu vertuschen, zündete der 21-Jährige die Mietwohnungen der Frauen an. Er sitzt in Untersuchungshaft.

 

Die erste Tat ereignete sich am 24. Mai, Opfer war eine 22 Jahre alte Rumänin. Das zweite Opfer war eine 44-jährige Chinesin am Pfingstmontag.

Die Ermittler fanden die toten Frauen gefesselt auf dem Rücken liegend in ihren Betten. Beide hatten Brandverletzungen. Todesursächlich sei bei beiden Taten aber nicht das Feuer sondern die Strangulation gewesen, betonte Polizeipräsident Johann Rast.

Die Polizei kam ihm nach der Auswertung der Telefonverbindungsdaten von einer der getöteten Prostituierten auf die Spur. Bei der Festnahme am vergangenen Freitag leistete der dringend Tatverdächtige keinen Widerstand.

 

 





Laut "Bild" (Montag) brachte eine DNA-Spur den Durchbruch bei der Suche nach dem Täter. Danach fand die Polizei den genetischen Fingerabdruck des Mannes auf den Handy-Ladekabeln, mit denen beide Opfer gefesselt waren.

Er sitzt in Untersuchungshaft.

 

 

 

 


Am 24. Mai war in Nürnberg eine 22-jährige rumänische Prostituierte ermordet worden. Die Feuerwehr hatte die Leiche der Frau nach einem Feuer in einem Mehrfamilienhaus in der Regensburger Straße. Schnell ergaben sich für die Polizei Hinweise auf ein Gewaltverbrechen. Die Polizei gründete die Ermittlungskommission (Eko) "Himmel". 20 Beamte arbeiteten an der Aufklärung.

Am Pfingstmontag wurde dann wieder eine Prostituierte umgebracht, eine 44 Jahre alte Chinesin. Die Polizei ging von Anfang an von einem Zusammenhang beider Taten aus und erweiterte die Eko zur Sonderkommission (Soko) um weitere zehn Polizisten.

Der entscheidende Durchbruch gelang am Freitag, dem 09. Juni 2017 mit kriminaltaktische Maßnahmen und der Auswertung von Telekommunikationsspuren. Dabei geriet dann der 21-jährige Nürnberger in den Fokus der Beamten.