Nürnberg

Kredite erschwindelt - Autohändler aus der Oberpfalz müssen in den Knast

Wegen großangelegter Bankbetrügereien müssen zwei Autohändler aus der Oberpfalz mehrere Jahre ins Gefängnis, entschied das Landgericht Nürnberg-Fürth.
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Symbolbild: Archiv
Symbolbild: Archiv
Das Gericht verurteilte die 42 und 52 Jahre alten Männer am Freitag zu jeweils viereinhalb Jahren Haft. Die Geschäftsleute hatten mit fingierten Autokäufen bei mehreren Banken Kredite erschwindelt und einen Schaden von rund 700.000 Euro angerichtet.

Die Anklage war ursprünglich von knapp 120 Fällen und einem Gesamtschaden von rund 2,4 Millionen Euro ausgegangen. Tatsächlich hoben die Autohändler jedoch nach Überzeugung des Gerichts nur 180.000 Euro ab. Den Rest der 700.000 Euro überwiesen sie an Familienangehörige. Weitere 1,7 Millionen Euro hätten auf Bankkonten gelegen und seien nicht abgerufen worden.

Nicht alle angeklagten Fälle konnten den Männern zweifelsfrei nachgewiesen werden.
Die Staatsanwaltschaft hatte siebeneinhalb Jahre Haft für die beiden Geschäftsleute beantragt, die Verteidigung plädierte auf Freispruch.

Als Sicherheiten sollen die Männer gefälschte Fahrzeugbriefe und Rechnungen hinterlegt haben. Zuvor hatten sie mit mehreren Geldinstituten Rahmenabkommen abgeschlossen, die ihnen Kreditabfragen bis zur Summe von zwei Millionen Euro ermöglichten.

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