Nürnberg

Hardcore-Häppchen: Five Finger Death Punch

Rock im Park wäre nichts, ohne die kleinen aber feinen Geheimtipps. Dass "Five Finger Death Punch" einen immer größeren Fankreis um sich scharen, wundert kaum. Schon gar nicht, angesichts der unbändigen Spielfreude, die die fünf Schwermetaller am Rock-im-Park-Samstag an den Tag legen.
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Five Finger Death Punch rocken die Arena. Foto: Tobias Stich
Five Finger Death Punch rocken die Arena. Foto: Tobias Stich
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Es ist kurz nach 1. Die Massen strömen von der Centerstage Richtung Arena. Green Day hat längst aufgehört zu spielen - und Boys Noize auf der Alternastage "ist nun wirklich kein Rock". Das behauptet zumindest die 19-jährige Luzie. Die zierliche Brünette hängt arg in den Seilen - oder besser gesagt: an der Absperrung zum Graben, direkt vor der Bühne der Clubstage.

Die Sonne, die Hitze, das ständige Pendeln zwischen drei Bühnen und die nicht enden wollenden Partys am Festival-Campingplatz haben ihr und ihren Freunden schon am zweiten Rock-im-Park-Tag arg zugesetzt. "Die Hälfte von uns hat's nicht gepackt, die liegen schon im Zelt. Aber ich halte durch, eisern", sagt Luzie und ein Anflug von Vorfreude zeichnet sich in ihrem Gesicht ab. "Diese Band darf man einfach nicht verpassen."

Das dachten sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag übrigens auch andere.
Bereits zu "Coheed And Cambria" um 23.35 Uhr war die Arena gut gefüllt. Doch zum nicht ganz offiziellen Hardcore-Late-Night-Special zog es trotz der lauen Sommernacht nochmals tausende Festivalbesucher in die Halle. So viele, dass die Chefs der Arena-Sicherheit kurzfristig umdisponierten und neben dem Mittelrang auch die oberen Ränge für Besucher öffneten.


Sympathischer Faustschlag
Als dann das Licht erlischt, gibt es in der Arena kein Halten mehr. Harte Riffs, aggressive Texte, erbarmungslos hämmernder Double Bass, markige Gesten. Der Auftritt von "Five Finger Death Punch", geprägt durch Frontmann Ivan Moody, treibt die träge Masse zu Höchstleistungen: inklusive Bierbecherregen und den lauten Rufen nach eben der Band, die für viele Metalheads den eher durchschnittlichen Festivalsamstag gerettet hat: "Five Finger Death Punch"!

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