Nürnberg
Fußball

Halbzeit-Schlägerei: 1. FC Nürnberg will hart gegen Schläger vorgehen

Nach dem brutalen Zwischenfall in der Halbzeitpause des U19-Spiels zwischen dem 1. FC Nürnberg und Bayern München hofft die Polizei weiter auf Hinweise aus der Bevölkerung.
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Bei einem brutalen Angriff in der Halbzeitpause eines U19-Bundesligaspiels in Nürnberg wurden drei Betreuer des FC Bayern München verletzt.  Foto: dpa
Bei einem brutalen Angriff in der Halbzeitpause eines U19-Bundesligaspiels in Nürnberg wurden drei Betreuer des FC Bayern München verletzt. Foto: dpa
Nach dem brutalen Überfall auf drei U19-Betreuer des FC Bayern München beim Gastspiel in Nürnberg dauern die Ermittlungen der Polizei weiter an. "Es wurden mehrere Zeugen befragt. Bisher konnte jedoch noch kein Tatverdächtiger ermittelt werden. Wir hoffen weiter auf Hinweise aus der Bevölkerung", erklärte Robert Sandmann von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Mittelfranken, der von einem "unglaublichen" Angriff sprach.


Vermummte Täter

Der Zwischenfall hatte sich am Sonntag auf dem Vereinsgelände des 1. FC Nürnberg ereignet. In der Halbzeitpause des U19-Bundesligaspiels zwischen dem Club und dem FC Bayern München waren mehrere vermummte Täter in den Kabinengang eingedrungen und hatten drei Gast-Betreuer geschlagen und getreten. Laut eines Berichts der Sport Bild soll es sich bei einem der Opfer um den Co-Trainer der Bayern handeln. Zudem mutmaßt das Blatt, dass Nürnberger Ultras für den Übergriff verantwortlich sind. Dies konnte die Polizei auf Nachfrage allerdings nicht bestätigen.


Bei dem Derby, das beim Stand von 3:0 für den Club abgebrochen wurde, war die Polizei zunächst nicht vor Ort. "Es waren keine Einheiten vorgesehen", sagte Sandmann. Ob und wann dies generell nötig ist, werde immer vor einer Partie zwischen dem Verein und der Polizei abgesprochen. Man werde Einsatzkonzept und Zugangswege für Zuschauer für Jugendspiele am Sportpark Valznerweiher hinterfragen, hieß es von Seiten des Vereins.



In einer Pressemitteilung verurteilte der Club den brutalen Übergriff. Es sei ein Tabu gebrochen worden, "das den 1. FC Nürnberg schockiert hat". Dies habe man den Verantwortlichen des FC Bayern am Montag persönlich mitgeteilt. Michael Meeske, Kaufmännischer Vorstand beim 1. FC Nürnberg, sagte, dass der Verein "Menschen, die unsere Werte nicht teilen, im Club-Umfeld nicht tolerieren" werde. Sollte es sich bei den Tätern um Club-Mitglieder handeln, "werden sie aus dem Verein ausgeschlossen". Zudem müssten sie mit Stadion- und Hausverboten rechnen.


1. FCN gibt Stellungnahme ab

Offen ist, wie die Partie gewertet wird und ob der Club eine Strafe zahlen muss. Dies entscheidet der Deutsche Fußball Bund (DFB). Der 1. FCN wurde bereits aufgefordert, eine Stellungnahme abzugeben. Auch hier will der Club etwaige Strafen auf die Täter umlegen. Darüber hinaus werde man Anzeige wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch erstatten.


Die Polizeiinspektion Nürnberg-Süd ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und bittet, dass sich Zeugen unter der Telefonnummer 0911/94820 melden.

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