Nürnberg
Prozess

Getötete Inline-Skaterin in Nürnberg: Anklage gegen Fahrer erhoben

Vier Monate nach dem tödlichenUnfall auf der alten NS-Aufmarschstraße in Nürnberg wird nun Anklage gegen den Autofahrer erhoben. Er soll in der Tempo-50-Zone mit mindestens 120 Stundenkilometern unterwegs gewesen sein und dadurch eine 18-jährige Inline-Skaterin tödlich verletzt haben.
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Unfallwagen am 11. Juni 2014 an der Grossen Strasse in Nürnberg. Hier hatte der 27-Jährige mit seinem Auto eine 18-jährige Inline-Skaterin erfasst und getötet. Foto: News5/Dostal
Unfallwagen am 11. Juni 2014 an der Grossen Strasse in Nürnberg. Hier hatte der 27-Jährige mit seinem Auto eine 18-jährige Inline-Skaterin erfasst und getötet. Foto: News5/Dostal
Die Ermittler gehen davon aus, dass der 27-Jährige am 11. Juni betrunken und unter Drogen auf der Großen Straße auf und ab fuhr. "Allein aus Spaß am zu schnellen Fahren und aus Angeberei" habe er dabei immer wieder stark beschleunigt, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit.

Laut Anklage war der Wagen nicht zugelassen und versichert. Vor der Fahrt schraubte der Mann deshalb die Kennzeichen eines anderen Autos an. Im Handschuhfach lag zudem eine ungeladene Schreckschusswaffe, ohne dass der Mann die Erlaubnis dafür hatte. Neben Gefährdung des Straßenverkehrs mit fahrlässiger Tötung wirft die Staatsanwaltschaft dem Mann daher auch Urkundenfälschung und Verstöße gegen das Pflichtversicherungs- und Waffengesetz vor.

Der 27-Jährige hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. Die Anklagebehörde hat 43 Zeugen und sieben Sachverständige benannt. Das Amtsgericht Nürnberg muss nun über die Zulassung der Anklage zur Hauptverhandlung entscheiden.

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