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Akrobatik an der Stange: Poledance-Studio in Fürth eröffnet

Giulia und Franziska Friedrich sind nicht nur Schwestern. Sie teilen auch die selbe Leidenschaft für Stangenakrobatik. Gemeinsam haben sich die beiden in Fürth nun ihren großen Traum erfüllt: ein Poledance-Studio.
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Franziska streckt sich auf dem Boden Foto: Nikolas Pelke
Franziska streckt sich auf dem Boden Foto: Nikolas Pelke
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Alles ist vorbereitet. Die Sofas sind gemütlich, die Lampen sind rosa und die vielen Silberstangen glänzen frisch poliert um die Wette. "Wir sind nicht nur Schwestern. Wir machen auch beinahe alles zusammen", sagt Giulia, die Jüngere der beiden Schwestern. "Stimmt", sagt Franziska, die Große. "Wir wohnen nicht nur zusammen. Wir machen jetzt auch gemeinsam aus unserem größten Hobby einen Beruf." Gemeinsam haben die beiden in den letzten Monaten den Sprung in die Selbstständigkeit vorbereitet. Nun ist endlich alles fertig.

Schon zur Eröffnung ist der Wirbel um die jungen Unternehmerinnen gewaltig. "Poledance ist einfach total angesagt", ist sich Giulia sicher und springt mit einem Satz von der gemütlichen Sitzecke auf. Dann umschlingt die 23-Jährige mit beiden Armen eine der Silberstangen, die vom Boden bis zur hohen Decke reicht.


Poledance fordert Körperbeherrschung

Im nächsten Moment wirbelt und dreht sich Giulia schon an dem dreieinhalb Meter langen Sportgerät und zeigt der Schwerkraft eine lange Nase. "Du brauchst Körperbeherrschung und viel Kraft, schließlich hältst du dein eigenes Gewicht an der Stange", erklärt Franziska während sich die kleine Schwester schlangenartig an dem Turngerät räkelt. Wie ein kleines Äffchen hält sie sich dabei nur mit den Füßen an der Stange fest.

"Das ist wirklich anstrengend", gibt Giulia zu und überlässt der Schwester den nächsten Auftritt. Die 26-Jährige lässt die langen schwarzen Haare kopfüber nach unten baumeln. "Poledance macht nicht nur Spaß. Man wird auch ganz schnell fit", erklärt Franziska und vollführt ein paar atemberaubende Drehungen. Wieder auf dem Boden erzählen die Schwestern, wie sie den neuen Trendsport für sich entdeckt haben.


Die Idee, ein Poledance-Studio zu eröffnen

"Wir kommen eigentlich vom Ballett und vom Turnen. Als wir gemeinsam von Zuhause in eine eigene Wohnung hier in Fürth gezogen sind, haben wir uns einfach aus Spaß so eine Poledance-Stange gekauft", erzählt Franziska. Das sei vor knapp zwei Jahren gewesen. "Wir waren von Anfang an begeistert von den Möglichkeiten beim Poledance", schwärmt Giulia. Gemeinsam besuchen die beiden Schwestern zahlreiche Kurse und legen Prüfungen ab. "Irgendwann ist uns aufgefallen, dass alle unsere Freundinnen total scharf darauf waren, bei uns im Wohnzimmer an der Stange herum zu turnen", erinnert sich Franziska. So kam eins zum anderen und die Idee, ein professionelles Poledance-Studio zu eröffnen, war geboren.

"Wir haben einen Raum mit hohen Decken gesucht. Das war unsere einzige Bedingung. Hier in Fürth im Gewerbegebiet Hardhöhe-West haben wir dann zum Glück die perfekten Räumlichkeiten gefunden", erzählt die Giulia, die quasi nebenbei Wirtschaftswissenschaften studiert. Auch die ältere Schwester ist alles andere als auf den Kopf gefallen. "Ich promoviere derzeit", sagt Franziska und lacht. Schließlich könne man nicht den ganzen Tag an der Stange verbringen, finden beide.


Akrobatik an der Stange und Yoga im Angebot

Erfolgreich wollen die Schwestern mit ihrem Studio freilich trotzdem werden. Beide sind zuversichtlich, dass ihre Geschäftsidee aufgeht. "Wir bieten auch noch Yoga-Kurse an. Das passt ganz gut zusammen", finden beide. Schließlich habe Poledance auch etwas meditatives. Mit Erotik und Rotlicht habe die Stangenakrobatik heute schließlich nichts mehr zu tun.


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