Nürnberg
Antrag an Stadtrat

365-Euro-Jahresticket für Nürnberger Nahverkehr: CSU will Stadt zur Pilotregion machen

Die CSU will ein 365-Euro-Jahresticket für den Nürnberger Nahverkehr. In einem Antrag an den Stadtrat fordert die Partei, mit dem Freistaat Bayern in Verhandlung zu treten, um Nürnberg zur Pilotregion für das Projekt zu machen.
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Der öffentliche Nahverkehr in Nürnberg soll nach dem Willen der CSU in Zukunft mit einem 365-Euro-Jahresticket genutzt werden können. Symbolfoto: Daniel Karmann dpa/lby
Der öffentliche Nahverkehr in Nürnberg soll nach dem Willen der CSU in Zukunft mit einem 365-Euro-Jahresticket genutzt werden können. Symbolfoto: Daniel Karmann dpa/lby

365-Jahresticket für Nahverkehr in Nürnberg - Stadt soll laut CSU zur Pilotregion werden: Die Nürnberger CSU-Stadtratsfraktion greift den Vorstoß der Bayerischen Staatsregierung auf und will bei der Umsetzung des Ziels, ein 365-Euro-Jahresticket in den bayerischen Ballungszentren umzusetzen, ganz vorne mit dabei sein. Das berichtet die Partei in einer Pressemitteilung.

CSU: 365-Euro-Ticket sei unglaubliche Chance

Dazu Verkehrssprecher und stellvertretender Fraktionsvorsitzender Andreas Krieglstein: "Wir brauchen einen attraktiven Nahverkehr in Nürnberg und der Region, um damit insbesondere den Pendlern ein gutes Angebot für den Umstieg zu machen. Das 365-Euro-Ticket bietet dafür eine unglaubliche Chance, von der die ganze Region profitieren kann."

In ihrem Antrag setzt die CSU aber nicht nur auf den günstigen Preis des Tickets, sondern will vor allem auch die Chancen der Digitalisierung zum Vorteil der ÖPNV-Kunden nutzen. Fraktionschef Marcus König: "Mit E-Ticket und E-Tarif lassen sich völlig neue Abrechnungsmodelle entwickeln, faire und transparente Tarife, die sich automatisch dem Nutzungsverhalten der Kunden anpassen."

Neues Jahresticket für Nahverkehr in Nürnberg soll erst Anfang sein

Andreas Krieglstein möchte den Abstimmungsprozess so schnell wie möglich gestartet sehen: "Wir müssen sofort anfangen, die Rahmenbedingungen zu schaffen und vor allem auch über die ´Hardware´ sprechen. Es ist ja nicht damit getan, den Ticketpreis soweit zu subventionieren, dass am Ende 365 Euro herauskommen. Damit verändern wir das Fahrgastverhalten, damit entstehen enorme Bedarfe an rollendem Material und neue Anforderungen an die Taktzeiten. Wem nützt ein günstiges Ticket, wenn er nicht mehr zuverlässig und pünktlich befördert wird weil das System völlig überlastet ist?"

Diese Fragen will die CSU-Stadtratsfraktion weit im Vorfeld geklärt wissen. Denn die Finanzierung und Beschaffung von zusätzlichen Zügen oder gar der Bau von neuen Strecken ist eine langwierige Angelegenheit, bei der auch Land und Bund finanziell mit im Boot sein müssen.

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