Nürnberg
Hygiene

236 Anfragen: Wie sauber sind Nürnbergs Restaurants und Bäckereien wirklich?

Die Online-Plattform "Topf Secret" soll für mehr Aufklärung im Hygienebereich sorgen - auch in Nürnberg. Die Einwohner der Stadt haben bereits 236 Anfragen über die Webseite von foodwatch und FragDenStaat gestellt.
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Vor rund zwei Wochen ging die Website "Topf Secret" online, um Hygiene-Berichte zu veröffentlichen. Alleine in Nürnberg wurden 236 Anfragen verschickt. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Vor rund zwei Wochen ging die Website "Topf Secret" online, um Hygiene-Berichte zu veröffentlichen. Alleine in Nürnberg wurden 236 Anfragen verschickt. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Die Nürnberger achten auf Hygiene in Restaurants und Bäckereien - das geht aus einer Pressemitteilung der Organisation Foodwatch hervor.

Über die Webseite von Topf Secret können die Verbraucher seit zwei Wochen Anfragen über Hygieneberichte von Restaurants und Bäckereien an die Behörden schicken. Die Online-Plattform ist durch eine Kooperation zwischenFoodwatch undFragDenStaatentstanden. Insgesamt sind in Bayern bereits 2500 Anträge eingegangen, im gesamten Bundesgebiet sogar 15.000.

Die höchste Antragsdichte deutschlandweit weißt aktuell die Stadt Nürnberg auf. Hier kommen 46,3 Anfragen auf 100.000 Einwohner. Insgesamt waren es 236.

Plattform soll mehr Transparenz schaffen

Grundprinzip der Webseite ist es, so einfach wie möglich Hygienetests anzufragen und anschließend zu veröffentlichen - für jeden sichtbar. Bisher gab es Veröffentlichungen von Kontrollberichten nur in Ausnahmefällen. Die Statistiken machen dies aber eigentlich erforderlich - jeder vierte kontrollierte Betrieb wird seit Jahren wegen Hygienemängeln beanstandet.

"Der Ansturm auf "Topf Secret" ist gewaltig: Die Menschen in Bayern wollen wissen, wie es um die Hygiene im Lieblingsrestaurant oder im Bäcker um die Ecke bestellt ist. Und sie haben ein Recht, das zu erfahren", erklärte Arne Semsrott, Projektleiter von FragDenStaat.

In anderen Ländern, wie zum Beispiel Dänemark, Wales oder Norwegen, ist das System seit einigen Jahren transparenter. Das wirkt sich auf die Anzahl der zu beanstandenden Betriebe aus: In allen Ländern sind die Zahlen deutlich gesunken, in Dänemark sogar um die Hälfte.

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