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Fußball

1. FC Nürnberg ohne Margreitter in Hamburg - Zuversicht bei Mathenia

In Bestbesetzung kann der 1. FC Nürnberg im DFB-Pokal beim Hamburger SV nicht antreten. Die neue taktische Marschroute soll die Franken beim Spitzenreiter der 2. Bundesliga zum Erfolg führen.
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Innenverteidiger Georg Margreitter fällt aufgrund von Muskelproblemen im DFB-Pokalspiel gegen den Hamburger SV aus. Foto: Daniel Karmann/dpa
Innenverteidiger Georg Margreitter fällt aufgrund von Muskelproblemen im DFB-Pokalspiel gegen den Hamburger SV aus. Foto: Daniel Karmann/dpa

Die Frage nach der Favoritenrolle kümmert Michael Köllner nun wirklich nicht. Egal sei diese, sagte der Trainer des abstiegsbedrohten 1. FC Nürnberg vor dem Achtelfinale des DFB-Pokals beim Hamburger SV. "Wir brauchen einen guten Plan und müssen kompakt auftreten", forderte Köllner indes vor dem K.o.-Spiel.

Trägt Nürnberg die Favoritenrolle?

Aber wer ist am Dienstag (18.30 Uhr) eigentlich der Favorit? Die Franken, die Tabellenvorletzter der Fußball-Bundesliga sind und seit 14 Spielen auf einen Dreier warten? Oder die Norddeutschen, die eine Klasse tiefer Tabellenführer sind? "Wir sind da auch als Erstligist nicht der Favorit", meinte Kapitän Hanno Behrens, der sieben Jahre beim HSV spielte.

Favorit - ja oder nein? Den "Club" beschäftigt in erster Linie der Einzug ins Viertelfinale. Es wäre das erste Mal seit der Saison 2010/11, als die Nürnberger erst in der Verlängerung an Schalke 04 scheiterten und den Einzug ins Halbfinale verpassten. "Wir versuchen natürlich eine Runde weiterzukommen", sagte Behrens. "Es wird ein sehr sehr schwieriges Spiel in Hamburg, sie ist eine erfahrene, sehr sehr gute Mannschaft."

Zwei Ausfälle plagen den FCN

Die Nürnberger können nicht in Bestbesetzung antreten. Nach Linksverteidiger Tim Leibold (Gehirnerschütterung) muss Köllner auch auf Innenverteidiger Georg Margreitter verzichten. Der Österreicher habe Muskelprobleme und werde daher ausfallen, kündigte der Coach der Franken am Montag an. Bei Torwart Christian Mathenia rechnet Köllner mit einem Einsatz. Beim früheren Hamburger standen aber noch letzte Tests aus.

Mathenia war am Samstag nach einer Ecke mit Bremens Theodor Gebre Selassie zusammengekracht und erst mal regungslos auf dem Rasen liegen geblieben. Leibold klagte nach einem Zusammenstoß beim 1:1 gegen Werder über Sehprobleme und Kopfschmerzen. Sein Fehlen wurde bereits am Sonntag bekanntgegeben. Verteidiger Ewerton musste wegen Kniebeschwerden untersucht werden, ist aber einsatzfähig. Der einzige Winter-Zugang Ivo Ilicevic ist noch kein Thema.

Anstehende Nordduelle: Nürnberg bleibt bei vorsichtiger Spielweise

Die Englische Woche mit den Nordduellen gegen Bremen (1:1) am Samstag, Hamburg und Hannover 96 am kommenden Samstag beschreibt Köllner als "Charakter-, Mentalitäts- und Willensfrage" für seine Mannschaft. Die zuletzt gezeigte vorsichtigere Spielweise will der FCN beibehalten. "Man sieht, dass sich die Mannschaft mit dieser Systematik wohlfühlt. Deshalb ist das am Besten für uns." An einem ließ Köllner keinen Zweifel: "Wir wollen weiterkommen."

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