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Fußball

1. FC Nürnberg gewinnt 3:1 in Berlin und verlässt die Abstiegsplätze

Mit einem 3:1 (1:1)- Auswärtserfolg bei Hertha BSC Berlin hat der 1. FC Nürnberg die Abstiegsplätze der Fußball-Bundesliga verlassen.
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Hertha BSC - 1. FC Nürnberg am 02.02.2014 im Olympiastadion in Berlin. Herthas Ronny kämpft gegen drei Nürnberger Spieler um den Ball. Foto: Marc Tirl/dpa
Hertha BSC - 1. FC Nürnberg am 02.02.2014 im Olympiastadion in Berlin. Herthas Ronny kämpft gegen drei Nürnberger Spieler um den Ball. Foto: Marc Tirl/dpa
Vor 37 483 Zuschauern sicherten Markus Feulner (20. Minute) und Doppel-Torschütze Josip Drmic (68./Foulelfmeter/90.+4) den Franken am Sonntag den Sieg in der Hauptstadt. Die Berliner waren durch ihren Top-Torschützen Adrian Ramos früh in Führung (4.) gegangen.

Hertha verpasste in dem zum Schluss turbulenten Duell den Sprung auf die Europapokalplätze. Der "Club" gewann dagegen zum zweiten Mal in Serie und verbesserte sich damit auf den 15. Tabellenplatz.

Von der Freude über den Millionen-Deal mit einem US-Finanzinvestor war bei Michael Preetz nach dieser delikaten Abseitsentscheidung rein gar nichts mehr zu spüren. "Rot und Elfmeter. Da war sonst gar nichts. Der Assistent hat etwas gesehen. Das hat er exklusiv", polterte der Manager von Hertha BSC nach der bitteren 1:3 (1:1)-Niederlage der Berliner am Sonntag gegen den 1. FC Nürnberg. Mit der Maximalausbeute von sechs Punkten im neuen Jahr hat der "Club" die Abstiegsränge verlassen.

Auch Hertha-Trainer Jos Luhukay haderte mit Referee Michael Weiner und beklagte nach dem 19. Spieltag und einem Null-Punktestart in die Rückrunde das verloren gegangene Glück. "Ein Schiedsrichtergespann muss ein Spiel leiten und sollte nicht der Hauptdarsteller sein", monierte Luhukay, der sich schon eine Woche zuvor beim 0:1 in Frankfurt bei einer entsprechenden Kombi-Entscheidung mit möglichem Rot und Elfmeter benachteiligt gefühlt hatte.
In einer hektischen Schlussphase der sonst wenig aufregenden Bundesliga-Partie hatte Schiedsrichter Weiner am Sonntag zunächst FCN-Profi Ondrej Petrak für ein Handspiel auf der Torlinie die Rote Karte gezeigt. Ganz Berlin rechnete zudem mit einem Strafstoß - doch Weiner konsultierte seinen Assistenten Norbert Grudzinski. Der hatte Hertha-Stürmer Adrian Ramos im Abseits und vor allem eine Behinderung von FCN-Torwart Raphael Schäfer gesehen. Weiner nahm seine Platzverweis-Entscheidung zurück.

Hertha-Kapitän Fabian Lustenberger ereiferte sich wie seine Vorgesetzten. "Adrian kreuzt zwar den Laufweg, aber Schäfer war 15 Meter entfernt und wäre nie mehr an den Ball gekommen." Wenig tröstend war für die Herthaner, dass sogar FCN-Coach Gertjan Verbeek die Situation als knifflig darstellte. "Er hätte auch anders entscheiden können", sagte der Niederländer und witterte doch Gerechtigkeit: "Wir haben in der Hinrunde viel Pech gehabt. Heute war es mal andersherum", sagte er bei Sky und freute sich nach dem zweiten Sieg 2014 über den Sprung auf Rang 15.

Nürnberg betrieb viel Laufaufwand und hatte nach dem ersten Saisonsieg gegen Hoffenheim offenkundig neues Selbstbewusstsein. Hertha agierte zielstrebiger und hätte mit einer Führung in die Pause gehen müssen. Ramos (35.) verzog nach einem schönen, von ihm selbst eingeleiteten, Konter freistehend. Javier Pinola klärte einen Schuss von Ndjeng (37.) kurz vor der Torlinie.
Der agile und schnelle Ronny scheiterte mehrfach mit seinen gefürchteten Freistößen. Nürnberg schien mit der Aussicht auf den Punkt zufrieden. Und schlug dann bei der ersten Gelegenheit eiskalt zu. Daniel Ginczek traf zunächst den Pfosten, Drmic setzte nach und schob ein. Für Diskussionsstoff bis weit nach dem Abpfiff sorgte dann das Ramos-Abseits kurz vor Schluss.

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