Markt Bibart
Kriminalität

Schwarzfahrer sieht rot: 16-Jähriger rastet bei Kontrolle komplett aus - jetzt laufen 7 Strafverfahren gegen ihn

Bei einer Fahrkartenkontrolle im Zug von Nürnberg nach Würzburg verlor ein 16-Jähriger völlig die Kontrolle: Der als vermisst Gemeldete bedrohte und schlug Polizeibeamte und Sanitäter, drohte mit einem Auftragskiller und verletzte sich selbst. Jetzt laufen sieben Strafverfahren gegen ihn.
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Ein 16-jähriger Jugendlicher ist bei einer Fahrkartenkontrolle komplett ausgerastet. Jetzt hat er sieben Strafverfahren am Hals, zudem wurde er in einer Fachklinik untergebracht. Symbolfoto: Christopher Schulz
Ein 16-jähriger Jugendlicher ist bei einer Fahrkartenkontrolle komplett ausgerastet. Jetzt hat er sieben Strafverfahren am Hals, zudem wurde er in einer Fachklinik untergebracht. Symbolfoto: Christopher Schulz

Ein 16-Jähriger wurde am Donnerstagnachmittag gegen 16 Uhr in einem Regionalzug auf der Strecke zwischen Nürnberg und Würzburg kontrolliert. Die Kontrolle lief völlig aus dem Ruder, wie das Polizeipräsidium Mittelfranken berichtet. Bei der Kontrolle konnte er dem Zugbegleiter keinen Fahrschein zeigen. Deshalb schritt ein 59-jähriger Polizeibeamter, der im Zug saß, ein. Am Bahnhof Markt Bibart stieg der Beamte dann, nachdem er vorher seine Kollegen in Neustadt informiert hatte, mit dem "Schwarzfahrer" aus. Am Bahnsteig versuchte der Jugendliche dann zu Fuß zu flüchten. Zusammen mit einem 28-Jährigen gelang es dem Ordnungshüter den Flüchtigen bis zum Eintreffen der Streifenwagenbesatzung festzuhalten.

16-Jähriger rastet aus: Er war offiziell als vermisst gemeldet

Es wurde ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen Leistungserschleichung und ein Bußgeldverfahren wegen einem Verstoß gegen die Eisenbahnbau- und Betriebsordnung eingeleitet. Im Rahmen der Überprüfung stellten die Ermittler dann fest, dass der 16-Jährige aus dem Raum Frankfurt/Main als Vermisster gesucht wird. Deshalb wurde er in Gewahrsam genommen und sein Vater verständigt, der ihn in der Kreisstadt abholen wollte.

Er verletzte sich selbst, schlug um sich, biss zu

Doch damit endet nur die erste Episode für die Polizei Neustadt. In der Inspektion beschädigte der Jugendliche gegen Mitternacht Glasbausteine, ritzte sich mit den Scherben und stieß mit dem Kopf mehrmals gegen die Wand. Er zog sich dabei Verletzungen zu, weshalb der Rettungsdienst verständigt worden ist. Als die Ordnungshüter einschreiten und weitere Selbstverletzungen verhindern wollten, schlug der 16-Jährige um sich, trat mit den Füßen und versuchte, einen der Beamten zu beißen. Nachdem er überwältigt werden konnte musste er gefesselt werden.

Er leistet erheblichen Widerstand und griff Beamte an

Nun bespuckte er die Polizisten, drohte damit, dass er einen "Auftragskiller" auf sie ansetzt und beleidigte sie. Als der Rettungsdienst schließlich den Transport vorbereitete, versuchte er einem Rettungsassistenten einen Kopfstoß zu versetzten und beleidigte ihn und den Rettungssanitäter auf der anschließenden Fahrt. Die Polizei Neustadt ermittelt deshalb jetzt auch wegen Widerstand gegen und Tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte, versuchter Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung und Gemeinschädlicher Sachbeschädigung.

Aufgrund der Verhaltensauffälligkeiten und seiner Verletzungen wurde der Jugendliche in eine Fachklinik eingeliefert.



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