Gewalt im Zug

Neustadt/Aisch: Mann bedroht, getreten und geschlagen - ICE muss angehalten werden

Zwei Männer haben im ICE einen anderen getreten, geschlagen und mit einem Messer bedroht. In Neustadt an der Aisch machte die Polizei dem Martyrium ein Ende.
Artikel drucken Artikel einbetten
In Neustadt an der Aisch in Mittelfranken musste ein ICE angehalten werden. Symbolfoto: Oliver Berg/dpa
In Neustadt an der Aisch in Mittelfranken musste ein ICE angehalten werden. Symbolfoto: Oliver Berg/dpa
Zwei 18 und 29 Jahre alte Männer stehen im Verdacht, am Mittwoch, 23. Mai 2018 im ICE ihren 23-jährigen Begleiter geschlagen, getreten und mit einem Messer bedroht zu haben. Das berichtet die Polizei am Donnerstag.

Die Polizei nahm die betrunkenen Reisenden nach dem Zughalt in Neustadt an der Aisch fest. Sie werden heute dem Ermittlungsrichter vorgeführt.


Auf der Fahrt von Nürnberg nach Würzburg



Laut Zeugenaussagen soll es kurz nach 14 Uhr während der Fahrt von Nürnberg nach Würzburg zwischen den Männern zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen sein.

Dann soll der 18-Jährige seinen 23-jährigen Bruder mehrfach ins Gesicht geschlagen haben. Tatkräftig unterstützt wurde er dabei von seinem Bekannten.

Die beiden Betrunkenen ließen auch nicht von dem am Boden liegenden Mann ab. Sie traten gegen den Kopf und Oberkörper des Mannes und bedrohten ihn mit einem Messer.

Das Zugpersonal schlichtete die Auseinandersetzung, evakuierte den Wagen und ließ den ICE außerplanmäßig in Neustadt an der Aisch stoppen.



Die Neustädter Polizei nahm die beiden äußerst aggressiven Schläger noch am Bahnsteig fest. Der Geschädigte zog sich durch die Schläge und Tritte Gesichts- und Handverletzungen zu und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Ein Atemalkoholtest ergab bei den Beteiligten Werte zwischen 2,1 und 2,74 Promille.

Die Nürnberger Bundespolizei hat gegen die Männer ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Zur Entscheidung der Haftfrage werden die Schläger heute dem Ermittlungsrichter vorgeführt.


Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.