Emskirchen
Wildunfall

Reh sorgt für verhängnisvolle Kettenreaktion in Mittelfranken: Drei Unfälle, Biker (17) schwer verletzt

In Folge eines einfachen Wildunfalls kam es am Montagmorgen im Landkreis Neustadt an der Aisch zu eine verhängnisvollen Kettenreaktion. Vier Menschen werden verletzt, einer von ihnen schwer.
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Nach dem Zusammenstoß mit einem Reh gab es im Landkreis Neustadt an der Aisch am Montag noch zwei weitere Unfälle: Insgesamt vier Menschen wurde dabei verletzt. Symbolbild: Patrick Pleul/dpa
Nach dem Zusammenstoß mit einem Reh gab es im Landkreis Neustadt an der Aisch am Montag noch zwei weitere Unfälle: Insgesamt vier Menschen wurde dabei verletzt. Symbolbild: Patrick Pleul/dpa

Ein Reh sorgte am Montagmorgen bei Emskirchen im Landkreis Neustadt an der Aisch für insgesamt drei Unfälle. Insgesamt wurden vier Menschen verletzt - einer von ihnen, ein 17-jähriger Motorradfahrer, schwer.

Ein 31-jähriger Lkw-Fahrer fuhr gegen 06.55 Uhr mit seinem Sattelzug die B8 von Neustadt kommend in Fahrtrichtung Nürnberg. Nahe der Abzweigung zur Staatsstraße 2414 erfasste er ein Reh. Der Unfall verlief zunächst glimpflich: Es entstand rund 1.000 Euro Sachschaden, wie die Polizei schätzt.

Stau im Berufsverkehr - 17-Jähriger kracht in Stauende

Der Lkw-Fahrer blieb auf der Bundesstraße 8 stehen, so dass es zu Verkehrsbehinderungen und Stauungen im morgendlichen Berufsverkehr kam. Eine 51-jährige Autofahrerin, die ebenfalls in Richtung Nürnberg unterwegs war, erkannte dies zu spät und bremste ihr Auto bis zum Stillstand ab.

Der 17-jährige Fahrer eines Kleinkraftrades, der ihr folgte, war ebenfalls einen Augenblick unaufmerksam und fuhr mit seinem Krad auf den Pkw auf.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde er auf den Grünstreifen neben der Fahrbahn geschleudert. Dabei wurde er schwer verletzt und musste deshalb nach der Erstversorgung im Krankenhaus Neustadt ins Universitätsklinikum Erlangen verlegt werden. Über seinen Gesundheitszustand liegen der Polizei Neustadt keine neueren Erkenntnisse vor. Die 51-Jährige erlitt einen Schock.

Den Sachschaden an den beiden Fahrzeugen beziffern die Ordnungshüter auf insgesamt rund 5.500 Euro.

Im Rückstau kommt es zum dritten Unfall binnen weniger Minuten

Noch während der Aufnahme des zweiten Unfalls kam es dann gegen 07.40 Uhr zu einem weiteren Unfall. Ein 26-Jähriger und eine 27-Jährige hatten ihre Autos am Stauende in Fahrtrichtung Nürnberg zum Stehen gebracht. Eine 28-Jährige erkannte die Situation zu spät und fuhr mit ihrem Auto auf, so dass die beiden stehenden aufeinander geschoben wurden.

Dabei wurden die beiden Frauen trotz der angelegten Sicherheitsgurten verletzt und mussten deshalb ambulant medizinisch behandelt werden.

Der Sachschaden an diesen drei Fahrzeugen dürfte sich nach Schätzung der Polizei auf insgesamt rund 19.500 Euro belaufen. Eines der Unfallwracks musste von einem Abschleppunternehmen geborgen werden.

Ebenfalls am Montag wurde ein Motorradfahrer im Landkreis Aschaffenburg bei einem Wildunfall schwer verletzt.

 

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