Marktheidenfeld
Tierischer Einsatz

Wanderer fliehen vor Wildschweinen: Polizei muss das Paar aus misslicher Lage retten

Im Wald bei Marktheidenfeld wurde ein Paar von einer Wildschweinrotte umringt. Erst die Polizei konnte die beiden Wanderer aus ihrer misslichen Lage befreien.
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Die Polizei musste zwei Wanderer im Kreis Main-Spessart vor einer Rotte Wildschweine retten. Symbolfoto: David Ebener/dpa
Die Polizei musste zwei Wanderer im Kreis Main-Spessart vor einer Rotte Wildschweine retten. Symbolfoto: David Ebener/dpa

Tierisch in Bedrängnis gerieten zwei Wanderer am Mittwochabend im Wald bei Hafenlohr im Kreis Main-Spessart. Als sie von einer Rotte Wildschweine umringt wurden, retteten sie sich auf einen Holzstoß. Eine Streife der Marktheidenfelder Polizei rückte an und "befreite" das Paar aus seiner misslichen Lage.

Kurz vor 20 Uhr erreichte die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken am Mittwoch der Notruf eines Wanderers. Der 37-jährige Tourist war mit seiner zehn Jahre jüngeren Begleiterin im Hafenlohrtal wandern, als sie offenbar eine Rotte Wildschweine aufscheuchten. Die Tiere umringten die beiden. "Durchaus nachvollziehbarerweise flüchtete sich das Paar auf einen nahe gelegenen Holzstoß und harrte dort auf Hilfe", wie das Polizeipräsidium Unterfranken schreibt.

Polizisten orteten Handy des Anrufers

Nachdem der Standort der beiden unklar war, orteten die Beamten das Handy des Anrufers. Eine Streife der Marktheidenfelder Polizei machte sich auf den Weg ins Unterholz. Wie sich herausstellte, handelte es sich dabei um den Bereich des dortigen fürstlichen Jagdgatters (Lindenfurterhof), das in der Tat eine gewisse Schwarzwilddichte aufweist. So berichtete die Streifenbesatzung auch von zahlreichen Tieren, die ihnen auf dem Weg zum Einsatzort begegneten.

Kurz vor 21 Uhr hatten die Beamten dann Rufkontakt zu den Gesuchten. Ein Beamter ging fußläufig auf die Rufe zu, der andere suchte einen Weg mit dem Funkwagen. Wenige Minuten später saßen die Wanderer dann im sicheren Dienst-Pkw und wurden erleichtert aus dem mittlerweile dunklen Tann gebracht.

"Im Unklaren bleibt, ob die Wildschweine aufgrund des tierfreundlichen, aber durchaus bestimmten polizeilichen Platzverweis das Weite suchten, oder ob dies am grundsätzlichen Respekt vor der unterfränkischen Polizei lag", so die Polizei Unterfranken.

Das gehäufte Auftreten von Wildschweinen kann nicht nur im Wald für Wanderer problematisch werden: Talbauer Friedrich Alefeld aus Poppenlauer hat seit Jahren Probleme mit Schwarzwild. Die Tiere kommen teilweise bis in seinen Hof. Vor allem fürchtet er die Afrikanische Schweinepest.

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