Marktheidenfeld
Kriminalität

Marktheidenfeld/Bayern: Räuber bezieht Prügel am Bankautomaten

Für einen Raub hat sich ein 32-Jähriger am Samstagabend in Marktheidenfeld gänzlich das falsche Opfer ausgewählt.
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Das falsche Opfer suchte sich ein Räuber in Marktheidenfeld aus. Bei seinem Versuch das Opfer auszurauben, legte dieses ihn mit Judowürfen aufs Kreuz. Symbolbild: pixabay/mrganso
Das falsche Opfer suchte sich ein Räuber in Marktheidenfeld aus. Bei seinem Versuch das Opfer auszurauben, legte dieses ihn mit Judowürfen aufs Kreuz. Symbolbild: pixabay/mrganso

Für einen Überfall hatte sich am Samstagabend ein 32-Jähriger eindeutig den Falschen ausgesucht. Nachdem ein 20-Jähriger Geld an einem Geldautomaten abgehoben hatte umklammerte ihn von hinten ein Unbekannter und forderte die Herausgabe des Geldes. Als aktiver Judokämpfer wusste sich der Marktheidenfelder jedoch zu wehren und schlug den Angreifer in die Flucht. Das vermeldet das Polizeipräsidium Unterfranken und die Staatsanwaltschaft Würzburg.

20-Jähriger streckte den Räuber in Marktheidenfeld mit mehreren Judo-Würfen nieder

Der junge Mann hatte gegen 20:20 Uhr Bargeld an einem Geldautomaten in der Baumhofstraße abgehoben, als ihn dem Sachstand nach plötzlich ein Unbekannter von hinten umklammerte und die Herausgabe des Geldes forderte. Der Tatverdächtige rechnete sicherlich nicht damit, dass der 20-Jährige sich als aktiver Judokämpfer effektiv zur Wehr setzen konnte.

Wohl überrascht von der plötzlichen Gegenwehr und zwei Würfen auf den Boden, flüchtete der unverletzte Angreifer in Richtung Innenstadt. Eine alarmierte Streife der Polizei Marktheidenfeld konnte den Flüchtenden kurze Zeit später vorläufig festnehmen.

Bei der Durchsuchung des Tatverdächtigen stellten die Beamten eine Gartensäge sicher, die er auch bei der Tatausführung bei sich gehabt haben soll. Nach dem Erkennungsdienst und einer Blutentnahme übernahm die Kripo die weiteren Ermittlungen.

Haftbefehl gegen Tatverdächtigen erlassen

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg folgte nach einer Nacht in den Hafträumen der Würzburger Polizei am Samstag die Vorführung beim Ermittlungsrichter. Dieser erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft wegen des dringenden Tatverdachts der versuchten schweren räuberischen Erpressung einen Haftbefehl, welcher jedoch gegen Auflagen sofort außer Vollzug gesetzt worden ist. Die abschließenden Ermittlungen führt die Kripo Würzburg in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft.

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