Lohr am Main
Produktrückruf

Wurst-Warnung: Fränkische Metzgerei zieht Rückruf-Bilanz

Eine fränkische Metzgerei ruft aktuell mehrere Wurstprodukte zurück: Nun zieht die Firma eine Rückruf-Bilanz.
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Rückruf: Aktuell ruft eine Metzgerei aus Unterfranken zahlreiche Wurstprodukte zurück. Davon betroffen sind unter anderem "Pfefferbeißer". Foto: Lena Stich
Rückruf: Aktuell ruft eine Metzgerei aus Unterfranken zahlreiche Wurstprodukte zurück. Davon betroffen sind unter anderem "Pfefferbeißer". Foto: Lena Stich

Eine Metzgerei aus dem unterfränkischen Lohr am Main ruft derzeit mehrere Wurstprodukte zurück. Hintergrund des Rückrufs ist der Verdacht von gefährlichen Bakterien auf verschiedenen Würsten. Dabei handelt es sich um sogenannte "VTEC Bakterien", die die zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen können.

Metzgerei-Rückruf: Warnung vor Durchfall, Fieber und Erbrechen

Das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit warnt vor den Erregern. Körperliche Konsequenzen können von leichtem Durchfall bis hin zu Bauchkrämpfen, blutigem Stuhlgang, Erbrechen und Fieber reichen, heißt es von Seiten der Behörde.

Auch die Metzgerei warnt ebenfalls vor fieberhaften Magen-Darm-Störungen. "Auch wenn der Verdacht bislang nicht bestätigt werden konnte, haben wir entschieden, unsere Rohwurst-Produkte vorsorglich zurückzurufen", teilt das Unternehmen mit. Die gefährlichen Bakterien seien auf einer Probe einer "Rohpolnischen" gefunden worden.

Vom Rückruf betroffen sind lediglich Wurstprodukte, die direkt im Laden über die Theke gingen. Die betroffene Ware kann in der Metzgerei Siegler zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird erstattet. Folgende Produkte sind vom Rückruf betroffen:

  • "Rohpolnische"
  • "Salami, alle Sorten"
  • "Mettwurst, grob"
  • "Mettwurst, feinzerkleinert, alle Sorten"
  • "Pfefferbeißer"
  • "Weinbeißer"
  • "Zwiebelpolnische"
  • "Gin-Beißer"
  • "Rauchpeitschen"
  • "Mediterrane Locken"
  • "Chili-Beißer"
  • "Schinken, roh, alle Sorten"
  • "Vesperwurst"

Kaum Rückgaben: Metzgerei zieht Zwischenfazit zu Rückruf

Der Wurst-Rückruf der Metzgerei zeigt bislang keine große Wirkung unter den Verbrauchern. Bisher hat lediglich ein Kunde ein Produkt zurückgegeben. Das bestätigte die Metzgerei inFranken.de. Weiter erklärt Nicole Siegler von der Metzgerei, dass keine Fälle von Symptomen bekannt seien, vor denen gewarnt wurde.

Die Art von Keimen, die Grund für die Warnung gewesen seien, würden nicht durch übliche Regeluntersuchungen abgedeckt werden. Deshalb hat die Metzgerei mit verschiedenen Laboren Kontakt aufgenommen, die speziell diese Art von Keimen zu untersuchen. Ein Partner, der in Zukunft Metzgereiprodukte mehrfach im Jahr testen wird, wurde gefunden.

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