Gemünden am Main
Sachbeschädigung

Unterfranken: Graffiti-Serie aufgeklärt - Parallelen zweier Fälle führten Polizisten zum Täter

Der Polizei ist es gelungen, eine Serie von Sachbeschädigungen aufzuklären: Parallelen zwischen Fällen aus Gemünden und Lohr am Main haben den Täter überführt.
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Der Täter  beschädigte zahlreiche Objekte in gemünden und Lohr am Main mit Graffiti. Symbolfoto: Pixabay
Der Täter beschädigte zahlreiche Objekte in gemünden und Lohr am Main mit Graffiti. Symbolfoto: Pixabay

Vor einigen Wochen hat inFranken.de bereits von den Sachbeschädigungen in Gemünden am Main berichtet. Unbekannte beschmierten mehrere Gebäude und ein Auto mit Graffiti. Jetzt konnte die Polizei die Serie aufklären.

Insgesamt wurden 12 gleichartige Sachbeschädigungsfälle zur Anzeige gebracht. Der zunächst unbekannte Täter hatte auf verschiedene Objekte mit einem schwarzen Eddingstift die Großbuchstaben "MTC" untereinander geschrieben. Zudem wurde an einem Tatort ein hellgrünes Jugend-Mountainbike gefunden, welches auf ein Blechdach eines Werkcontainers im Hof der Leo-Weismantel-Förderschule geworfen wurde.

Allein dadurch entstand ein Sachschaden von etwa 1100 Euro, da ein Loch im Blechdach entstand und dadurch Wasser in den Werkcontainer eindrang. Der Graffiti-Schaden wird auf 1700 Euro geschätzt.

Die Polizei fand einen Verdächtigen

Während einer anderen Ermittlung fand ein Beamter der Polizei Inspektion Lohr am Main im Internet Hinweise auf einen möglichen Täter. Da auch in Lohr am Main im Herbst 2018 eine gleichartige Gaffiti-Serie (7 Fälle) bearbeitet wurde, lag der Verdacht nahe, dass ein Zusammenhang zwischen den beiden Serien und dem jungen Mann bestand. Bei dieser Serie entstand ein Schaden von etwa 1600 Euro.

Beweise bei Verdächtigem sichergestellt

Bei einer Durchsuchung des Zimmers des 19-jährigen Azubis konnten zahlreiche Beweismittel sichergestellt werden - unter anderem der schwarze Eddingstift, der das Tatmittel der Graffiti-Sachbeschädigung war.

Die Tatwaffe eines weiteren Verbrechens wurde ebenfalls gefunden

Eine Luftdruckpistole mit Munition und eine benutze Sturmhaube, die zu einem anhängigen Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung und gefährlicher Körperverletzung am 14.09.2018 gehören, wurden ebenfalls gefunden. Als Zufallsfund konnten noch drei Packungen Munition und vier Einzelpatronen für erlaubnispflichtige Schusswaffen verzeichnet werden, was einen Verstoß gegen das Waffengesetz darstellt.

Der Verdächtige gestand die Taten

Am Nachmittag des 27.03.2019 wurde der 19-jährige Verdächtige auf der Dienststelle vernommen und gab die Taten vollumfänglich zu. Nur an das Werfen des Fahrrads konnte er sich nicht mehr erinnern, da er bei den Taten meist alkoholisiert war. Die Taten (insgesamt 20 Fälle) in Gemünden und Lohr am Main konnten somit geklärt werden.

Lesen Sie zunächst: Würzburg: Autokratzer richtet Schaden von 10.000 Euro an - 11-Jähriger beging zahlreiche Taten.

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