Gemünden am Main
Verdacht des Totschlags

Gemünden am Main: Senior soll Ehefrau in gemeinsamer Wohnung getötet haben

Am Sonntagabend kam es offenbar zu einer familiären Tragödie in Gemünden am Main (Unterfranken). Ein Senior soll seine Ehefrau getötet haben - das jedenfalls sagte er, als er selbst den Notruf wählte.
Artikel drucken Artikel einbetten
Im unterfränkischen Gemünden am Main soll ein Senior seine Ehefrau getötet haben. Der suizidgefährdete Mann wurde festgenommen. Symbolfoto: Patrick Seeger/dpa
Im unterfränkischen Gemünden am Main soll ein Senior seine Ehefrau getötet haben. Der suizidgefährdete Mann wurde festgenommen. Symbolfoto: Patrick Seeger/dpa

Ein Mann in hohem Alter steht im Verdacht, am Sonntagabend (3. November 2019) seine Ehefrau in der gemeinsamen Wohnung in Unterfranken getötet zu haben. Wie Polizei am Montag berichtet, versuchte der Mann aus Gemüden am Main anschließend sich selbst das Leben zu nehmen.

Kurz nach 22 Uhr wählte der Senior aus dem Landkreis Main-Spessart den Polizeinotruf und gab an, seine gleichaltrige Ehefrau getötet zu haben. Obwohl der Rettungsdienst schnell vor Ort war, kam für die Frau jede Hilfe zu spät. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen, wie die Polizei mitteilt. Daraufhin nahmen die Beamten den unverletzten Ehemann in der Wohnung fest. Er hatte bereits "Vorkehrungen getroffen, um sich selbst das Leben zu nehmen", wie die Polizei weiter berichtet.

Kriminalpolizei ermittelt Hintergründe der Tat - Verdächtiger in U-Haft

Die genauen Hintergründe der Tat sind Gegenstand der Ermittlungen, die von der Kriminalpolizei Würzburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg geführt werden. Auf deren Anordnung wurde der suizidgefährdete Tatverdächtige am Montagnachmittag dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Verdachts des Totschlags erließ. Der Senior wurde nach der Eröffnung des Haftbefehls in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert und sitzt nun in Untersuchungshaft.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.