Karsbach
Diebstahl

Mann klaut Ersthelfer bei Karsbach das Auto - Ermittler stellen Wagen sicher

Nach einem Unfall bei Karsbach ist ein Mann mit dem Wagen eines Ersthelfers geflüchtet. Inzwischen hat er sich gestellt und auch das Auto ist aufgetaucht.
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Nach einem Unfall bei Karsbach ist ein Mann mit dem Wagen eines Ersthelfers geflüchtet. Inzwischen hat er sich gestellt und auch das Auto ist aufgetaucht. Foto: News5 / Feuerwehr Karsbach
Nach einem Unfall bei Karsbach ist ein Mann mit dem Wagen eines Ersthelfers geflüchtet. Inzwischen hat er sich gestellt und auch das Auto ist aufgetaucht. Foto: News5 / Feuerwehr Karsbach
Nach einem Unfall auf der B27 bei Karsbach im Landkreis Main-Spessart ist der betrunkene Unfallverursacher mit dem Auto eines Ersthelfers geflohen. Der Flüchtige hat sich der Polizei inzwischen gestellt und Fahrzeugschlüssel sowie den Geldbeutel des Ersthelfers abgegeben. An den Ort, wo er den Wagen abgestellt hat, konnte er sich nicht genau erinnern. Er gab an, sich nach dem Unfall, bei dem er einem Tier ausweichen wollte, an nichts mehr erinnern zu können. Er wisse erst wieder, wie er in Frankfurt im Auto des Ersthelfers aufgewacht und dann mit der Bahn nach Würzburg gefahren sei. Das berichtet das Polizeipräsidium Unterfranken am Mittwoch.

Schließlich konnte er sich doch vage an den Bereich erinnern, wo er in Frankfurt in die Straßenbahn eingestiegen ist. Diese Information gaben die Ermittler nicht nur an die Kollegen in Frankfurt weiter, sondern auch an dortige Rundfunksender. Der Hörer eines Radiosenders meldete sich am Mittwochvormittag bei der Frankfurter Polizei und teilte mit, den gesuchten Corsa im Stadtteil Sachsenhausen gesehen zu haben:

"Wir saßen im Auto, als wir die Suchmeldung gehört haben. Gerade, als ich meine Tochter abgesetzt habe, habe ich zu ihr gesagt: Guck mal, da steht ein schwarzer Opel Corsa mit rosafarbendem Aufkleber. Sie ist dann hingegangenen - und tatsächlich, es ist das Fahrzeug", sagte er dem Sender zufolge. "Als ich den Beitrag gehört habe, dachte ich, das ist schon irgendwie fies gewesen - da freut man sich, wenn man jemandem helfen kann.


Die Beamten konnten das Fahrzeug an besagter Stelle auffinden. Es war dem ersten Eindruck nach unbeschädigt, verschlossen und verkehrssicher abgestellt.

Der Tatverdächtige verbrachte unterdessen die Nacht im Haftraum der Polizeiinspektion Würzburg-Land. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg wurde er am Mittwochvormittag dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Würzburg vorgeführt.

Der Mann wurde daraufhin auf freien Fuß gesetzt. Die weiteren Ermittlungen führt die Polizeistation Gemünden in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg.

Trotz seiner Aktion bleibt der polizeibekannte Mann gegen Auflagen vorerst auf freiem Fuß. Ein Ermittlungsrichter erließ am Mittwoch zwar Haftbefehl wegen Diebstahls und unerlaubten Entfernens vom Unfallort, wie die Polizei mitteilte. Doch unter Meldeauflagen wurde dieser außer Kraft gesetzt, so dass der 43-Jährige zunächst nicht in U-Haft muss. Der bestohlene Retter wollte seinen Wagen noch im Laufe des Tages in Frankfurt abholen.




Auto des Ersthelfers bei Karsbach gestohlen - was war passiert?

Der Fahrer eines Opel Corsa - selbst Feuerwehrmann - wollte einem Verunglückten helfen, der mit seinem VW Golf in einen Graben bei Karsbach gefahren war. Der 38-jähriger Helfer stieg aus und verständigte Rettungsdienst und Polizei. Die Alarmierung vor allem der Polizei missfiel dem Golffahrer dermaßen, dass er in den Wagen des Ersthelfers stieg und davonfuhr - sein eigener Wagen war schließlich nicht mehr fluchtbereit.

Die Polizei leitete die Fahndung nach dem Flüchtigen ein. Wie ein Sprecher der Polizei erklärte, ist der Flüchtige bereits in der Vergangenheit mehrfach aufgefallen und polizeibekannt.

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