Altenkunstadt
Gemeinderat

Zwei Häuser in Altenkunstadt werfen Fragen auf

Eines soll für Parkplätze weichen, das andere könnte ein Sammelpunkt für wechselnde Ausstellungen werden.
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Das Haus Gerbergasse 2 (rechts im Bild) neben dem neu geschaffenen Anbau der Raiffeisenbank will die Gemeinde ebenfalls von der Bank ankaufen. Es könnte für Ausstellungen genutzt werden.  Foto: Stephan Stöckel
Das Haus Gerbergasse 2 (rechts im Bild) neben dem neu geschaffenen Anbau der Raiffeisenbank will die Gemeinde ebenfalls von der Bank ankaufen. Es könnte für Ausstellungen genutzt werden. Foto: Stephan Stöckel

Was wird aus den ehemaligen Wohnhäusern Gerbergasse 10 und 2? Sie dienten der Raiffeisenbank Obermain Nord jahrelang als Provisorium für bestimmte Abteilungen. Der neu geschaffene Anbau macht sie nun überflüssig. Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) hatte einen Termin an der Regierung von Oberfranken, bei dem es um das Konzept für Altenkunstadts neue Mitte, den Raiffeisenplatz, geht.

Dabei spielen die beiden Anwesen eine wichtige Rolle. Bürgermeister Robert Hümmer stellte am Dienstagabend den von den Architekten Hans Greim und Susanne Augsten erstellten Plan im Gemeinderat vor. Das Haus mit der Nummer 10 sollte erworben und zur Schaffung neuer Parkplätze abgerissen werden. Für das andere Anwesen hingegen ist ein Erhalt vorgesehen. Während das Obergeschoss leer steht, wohnt im Parterre noch eine ältere Person.

"Im Rahmen der Förderinitiative ‚Innen und Außen‘, die uns 90 Prozent Förderung beschert, muss ein Leerstand vorhanden sein, den die Gemeinde mit Leben erfüllen muss", betonte der Redner. Denkbar wäre es, aus dem einmal gänzlich unbewohnten Gebäude ein Themenhaus mit wechselnden Ausstellungen zu machen, so Hümmer.

Nicht zum Nulltarif möglich

Ludwig Winkler von den Freien Bürgern der Ortsteile (FBO) betonte, dass man die beiden Häuser nicht zum Nulltarif bekomme. Er hielt eine Diskussion über die Angelegenheit für unerlässlich. Hümmer stellte klar, dass seine Ausführungen einen rein informativen Charakter gehabt hätten. Melita Braun (CSU) wollte wissen, bis wann das Gremium eine Entscheidung fällen müsse. "Je eher, desto besser", antwortete der Bürgermeister. Zugleich betonte er, dass man erst einmal die Entscheidung des Aufsichtsrates der Bank abwarten müsse. Während Winkler dem Bürgermeister diesbezüglich widersprach, teilte Edwin Jungkuntz (CSU) die Ansicht seines Parteifreundes. "Das klären wir in einer anderen Sitzung", kürzte Schumann die Diskussion ab.

Kein Hot Spot in Altenkunstadt

Beim Ausruhen auf der Parkbank mal schnell via Smartphone im Internet surfen? In Altenkunstadt Fehlanzeige. In der Maintalgemeinde gibt es nämlich keinen öffentlichen Internetzugangspunkt, in der Fachsprache Hot Spot genannt. In der Nachbarkommune Burgkunstadt hingegen steht seit zwei Jahren ein solcher auf dem Marktplatz. Mit Rücksicht auf die Bürgerinitiative "Mobilfunkstandort Altenkunstadt" hatte man in Altenkunstadt bislang auf die Errichtung eines solchen verzichtet.

Ludwig Winkler von den Freien Bürgern der Ortsteile (FBO), Karlheinz Hofmann (SPD) und Michael Limmer von der Jungen Wähler Union (JWU) wünschen sich einen solchen. Ihr Wunsch fand Gehör beim Bürgermeister, der das Thema in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen abhandeln möchte.

Auf dem Altenkunstadter Hausberg Külmitz steht seit kurzem der neue Mobilfunkmast, der den bestehenden auf dem Hochhaus in der Woffendorfer Straße ersetzen soll. Hofmann regte an, dort eine Webcam anzubringen, die im Internet für einen Panoramablick auf Altenkunstadt sorgen soll. Hümmer versicherte, die Kosten abzuklären.

Im Zuge der Dorferneuerung wurde die Weidnitzer Straße neu gemacht. Die Anwohner hatten sich aufgrund der Straßenausbeitragssatzung, die inzwischen nicht mehr erhoben wird, an der Maßnahme finanziell beteiligen müssen. Jan Riedel (parteilos) wies darauf hin, dass zwischen dem Brunnen und dem ehemaligen Raiffeisenbankgebäude erste Schäden am Asphalt aufgetreten seien. "Die Oberfläche muss abgefräst und durch eine neue Feinschicht ersetzt werden", sagte er. Hümmer versprach, sich mit der Teilnehmergemeinschaft in Verbindung zu setzen, damit die Schäden im Rahmen der Gewährleistung behoben werden.

Am 15. März nächsten Jahres finden im Freistaat Kommunalwahlen statt. Zum Wahlleiter bestellte man einstimmig Kämmerer und Standesbeamten Stefan Deuerling, zu seinem Stellvertreter Geschäftsstellenleiter Alexander Pfaff. Das Erfrischungsgeld für die Wahlhelfer wurde von 40 auf 70 Euro erhoben, um wieder mehr Bürger für die ehrenamtliche Tätigkeit zu begeistern. Die Anhebung stieß zunächst nicht bei allen Gemeinderäten auf Gegenliebe.

"Das ist eine gewaltige Steigerung", kommentierte Ludwig Winkler (FBO) den Verwaltungsvorschlag. Zudem wollte er wissen, wie hoch die Entschädigung in den Nachbarkommunen ausfalle. In Weismain, so Hümmer, würden die Vorsitzenden 70, alle anderen Wahlhelfer 60 Euro erhalten. Da alle die gleiche Arbeit verrichten würden, habe die Verwaltung für Altenkunstadt 70 Euro vorgeschlagen. Auf Nachfrage von Martina Mätzke teilte der Bürgermeister mit, dass das Land Bayern die Aufwendungen für die Wahlhelfer in vollem Umfange erstatte. Die Erläuterungen des Bürgermeisters zeigten Wirkung: Alle Ratsmitglieder stimmten der Anhebung zu.

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