Lichtenfels
Amtseinführung

Zuwendung zu Kranken ist Herzenssache

Sabine Schmid-Hagen ist seit September die neue evangelische Seelsorgerin am Klinikum Lichtenfels.
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Pastoralassistent Peter Lachner begrüßte Pfarrerin Sabine Schmid-Hagen als neue Kollegin in der Krankenhausseelsorge am Klinikum in Lichtenfels; im Hintergrund Dekan Johannes Grünwald. Foto: Joachim Wegner
Pastoralassistent Peter Lachner begrüßte Pfarrerin Sabine Schmid-Hagen als neue Kollegin in der Krankenhausseelsorge am Klinikum in Lichtenfels; im Hintergrund Dekan Johannes Grünwald. Foto: Joachim Wegner
Sabine Schmid-Hagen heißt die neue evangelische Seelsorgerin am Klinikum. In einem feierlichen Gottesdienst in der Krankenhauskapelle setzte Dekan Johannes Grünwald die Pfarrerin aus Bad Staffelstein in ihr Amt ein und erbat für ihren Dienst an den Menschen den Segen Gottes. Dabei machte er deutlich, dass die Zuwendung zu den Kranken eine wesentliche Aufgabe des christlichen Glaubens sei. Daraus ergebe sich der Auftrag der Seelsorge im Krankenhaus. Ganz besonders, da Menschen im Krankenhaus an die Grenzen des Lebens geraten, oder sich ausgeliefert fühlen, sei Beistand und Ermutigung nötig: Gott sei ansprechbar, und Menschen auch. Dafür stehe die Kirche vor Ort im Krankenhaus mit der Seelsorge ein.

Als Nachfolgerin von Pfarrerin Auguste Zeiß-Horbach, die diesen Dienst sechs Jahre lang in guter ökumenischer Zusammenarbeit mit Pastoralreferent Peter Lachner versehen habe, werde nun Sabine Schmid-Hagen das offene Angebot für alle Menschen im Krankenhaus fortführen. Für diese oft schwierige Aufgabe habe die Pfarrerin eine Spezialausbildung in Klinikseelsorge absolviert. Da die Seelsorgerin bereits seit September tätig sei, merke man es ihr an, dass ihr diese Aufgabe eine Herzensangelegenheit ist und ihre Seelsorge im Haus als segensreich wahrgenommen wird.

Zusammen mit fünf Assistenten - Margarethe Borchert aus der Kirchengemeinde Lichtenfels, Pfarrerin Mechtild Hagen als Schwägerin, Seelsorgelehrer Pfarrer Peter Frör, Pastoralreferent Peter Lachner und Birgit Ach vom Palliativteam des Klinikums - legte der Dekan Pfarrerin Schmid-Hagen die Hand auf und erbat den Segen für ihren Dienst an den Menschen im Krankenhaus.

Einzige Antwort auf alle Fragen

In der Predigt sprach die Seelsorgerin von Hiob, dessen Gottesfurcht nach schrecklichen Schicksalsschlägen auf die Probe gestellt wurde. Hiob haderte mit Gott, doch er blieb ihm treu in dem Wissen, dass er nicht losgelassen wird. Und in der Auseinandersetzung mit Gott erfuhr Hiob, dass Gott zwar mit den bösen Kräften ringt, letztlich die Welt doch erhält und dafür sorgt, dass sie nicht im Chaos versinkt. "Die Begegnung mit Gott ist die einzige Antwort auf alle unsere Fragen", stellte Sabine Schmid-Hagen fest. Sie betonte, dass Gott in Jesus Christus in diese Welt gekommen sei und sich ihrer Flüchtigkeit und Unzulänglichkeit gestellt habe.

Den Reigen der Grußworte an die neue Seelsorgerin eröffnete stellvertretender Landrat Helmut Fischer. Ebenso wie Bürgermeisterin Bianca Fischer aus Lichtenfels wünschte er der Pfarrerin viel Kraft für ihre mitunter schwere Aufgabe. Als Geschäftsführer des Klinikums Lichtenfels machte Michael Jung deutlich, dass die Patienten im Krankenhaus in einer fremden Umgebung häufig mit existenziellen Fragen konfrontiert seien. Viele von ihnen seien dabei auf fremde Hilfe angewiesen. Da das Personal mit der notwendigen Zuwendung jedoch oft überfordert sei, sei die Seelsorge hoch willkommen.

Dass in einem Krankenhaus Konfessionen keine Rolle spielen, sondern nur die Fragen nach Gesundheit und Krankheit, betonte Pastoralreferent Peter Lachner. Zwei Leitlinien begleiteten ihn bei seiner Arbeit als Seelsorger, erläuterte er: nämlich den Menschen stets ein Ohr zu leihen und ein gutes Wort mit auf den Weg zu geben. Margarethe Borchert und Pfarrer Anne Salzbrenner schlossen sich mit besten Wünschen für die Arbeit der neuen Krankenhausseelsorgerin an.

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