Lichtenfels
Infrastruktur

Zuschuss vom Kreis fürs Lehrschwimmbecken

Nach jahrelanger Diskussion befürworteten die Kreisräte mehrheitlich, dass der Kreis einen Baukostenzuschuss von 500 000 Euro für ein Lehrschwimmbecken in Altenkunstadt übernimmt.
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Im rückwärtigen Teil der Dreifachturnhalle in Altenkunstadt  ist ausreichend Platz vorhanden,   hier könnte ein Lehrschwimmbecken an die Kordigasthalle angegliedert werden.Dieter Radziej
Im rückwärtigen Teil der Dreifachturnhalle in Altenkunstadt ist ausreichend Platz vorhanden, hier könnte ein Lehrschwimmbecken an die Kordigasthalle angegliedert werden.Dieter Radziej
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Zum Jahresende 2004 war das in der Burgkunstadter Kathi-Baur-Halle vorhandene Lehrschwimmbecken geschlossen worden. Zunächst hatte die Stadt Burgkunstadt das Lehrschwimmbecken angemietet, um den Schwimmunterricht für Schüler des Gymnasiums und der Realschule zu gewährleisten. Wegen der Erweiterung der Realschule war die Halle dann jedoch abgebrochen worden.
Über viele Jahre hinweg machten sich Landkreis und die drei Kommunen Weismain, Altenkunstadt und Burgkunstadt dann Gedanken darüber, wie das Schulschwimmen gewährleistet werden kann. Eine Lösung zeichnete sich ab, nachdem der Gemeinderat Altenkunstadt 2017 beschloss, ein Lehrschwimmbecken an der Mittelschule zu bauen. Der Kreisausschuss, der sich bereits ausgiebig mit dem Projekt befasst hatte, schlug dem Kreistag vor, einem einmaligen Baukostenzuschuss in Höhe von 500 000 Euro zuzustimmen.
Mehrheitlich (bei sieben Gegenstimmen) beschloss der Kreistag am Montag, zur Sicherung des Schulschwimmens der Realschule und des Gymnasiums Burgkunstadt in Kreishaushalt 2019 einen einmaligen Baukostenzuschuss in Höhe von 500 000 Euro einzustellen. Die finanzielle Förderung des Landkreises erfolgte jedoch mit der Maßgabe, dass eine staatliche Förderzusage für das Projekt erteilt wird. Der Landkreis Lichtenfels erklärt somit als Schulaufwandsträger für die Realschule und das Gymnasium Burgkunstadt, dass der lehrplanmäßige Schwimmunterricht für die Dauer von 25 Jahren im Lehrschwimmbecken stattfinden wird.
Altenkunstadts Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) hatte zuvor auf diesen Beschluss hingewirkt. Nach 13 Jahren der Diskussion, sagte er, seien sich die drei Kommunen einig, dass sie das wollen. Bernhard Christoph (B90/Grüne) und Monika Faber (SPD) gaben jedoch zu bedenken, dass dieses Bad nicht für sich allein gesehen werden dürfe. Der obere Landkreis brauche dieses Angebot für die Bürger, die Erweiterung der Infrastruktur sei dort erforderlich, sagte Monika Faber. Um das Bad später mit Leben zu füllen, so Bernhard Christoph, seien Begleitmaßnahmen nötig, doch davon habe er bisher nicht viel gesehen. "Es muss ein Bad der Region sein, ein Bad des Mittelzentrums Weismain-Burgkunstadt-Altenkunstadt."
Tristan Rinker, der über neun Jahre hinweg den Bau des neuen Klinikums seitens des Landratsamts koordiniert hatte, berichtete letztmals vor dem Kreistag über den Baufortschritt. Er zeigte Bilder der abschließenden Bauphasen und berichtete vom Bürgerfest am 4. Mai im Klinikum-Neubau, zu dem rund 4000 Besucher gekommen waren. Krankenhausdirektorin Eva Gill schilderte den reibungslosen Umzug der Patienten am Samstag vom alten Haus in den Neubau.
Landrat Christian Meißner (CSU) erklärte, dass die Endabrechnung noch nicht vorliege. Es sei jedoch absehbar, dass sich die Kosten für das neue Klinikum "weder weit nach oben noch nennenswert nach unten bewegen werden". In der Bauphase habe es keine größeren Unfälle gegeben. Nun stehe die Entscheidung an, welcher Nachnutzung das alte Helmut-G.-Walther-Klinikum zugeführt werden soll.
Abschließend trugen sich der Landrat und alle an der Planung und am Bau des neuen Klinikums beteiligten Kreisräte in das Goldene Buch des Landkreises ein.
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