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Bad Staffelstein
Wirtschaft

Ziel: Bad Staffelstein vernetzen

Die Stadt Bad Staffelstein und Bürgermeister Jürgen Kohmann hatten die Vertreter aus Wirtschaft, Handel und Gewerbe zu einem "Runden Tisch" eingeladen.
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"Es ist Zeit für Bad Staffelstein, die einzigartigen Qualitäten der Stadt nach außen zu tragen", erklärte Bürgermeister Jürgen Kohmann. Foto: privat
"Es ist Zeit für Bad Staffelstein, die einzigartigen Qualitäten der Stadt nach außen zu tragen", erklärte Bürgermeister Jürgen Kohmann. Foto: privat

Bürgermeister Jürgen Kohmann ist sehr bewusst, unter welchem Druck und unter welchen Umständen die regionale Wirtschaft aufgrund der aktuellen Lage arbeiten muss. Aus diesem Grund hatte die Stadt Bad Staffelstein zu einem "Runden Tisch der Wirtschaft" eingeladen, bei dem alle wichtigen Vertreter der IHK, der HWK und der Unternehmerverbände DeHoGa und des Handels sowie auch Dienstleister aus Bad Staffelstein vertreten waren.

Michael Möslein, stellvertretender Vorsitzender des IHK-Gremiums Lichtenfels, ging auf die gesellschaftspolitischen Aspekte der aktuellen Situation und die damit verbundenen Möglichkeiten einer schnellen Rückkehr zur Normalität ein. Die finanziellen Auswirkungen bei Kunden, Gästen und Besuchern wie auch das mit vielen Auflagen verbundene "Wiederanfahren" würden den Unternehmen auch in den nächsten Monaten organisatorische Fähigkeiten abverlangen.

Die Situation im Handwerk

Im Handwerk, sagte Petra Kraus-Deinlein als örtliche Vertreterin in der Vollversammlung der Handwerkskammer Bayreuth, zeige sich zurzeit ein vielseitiges Bild. So hätten alle Handwerksbetriebe in Ladengeschäften wie etwa Friseure, Gesundheitsdienstleister und Kunsthandwerker sehr starke Umsatzrückgänge zu verkraften. Im Bauhaupt- und -nebengewerbe bestehe ein gewisser Auftragsvorlauf, so dass die Umsätze in diesen Handwerkszweigen über die nächsten Monate noch als stabil angesehen werden könnten.

Schwieriger sehe es bei der Obermain-Therme aus, berichtete Betriebsleiter Hans-Josef Stich. Für den Besuchermagnet für die ganze Region Obermain-Jura seien noch keine Pläne für die Wiedereröffnung bekannt. Man hoffe jedoch, dass es sobald wie möglich eine Entscheidung geben werde.

Handel und Gewerbe dürfen seit 27. April schrittweise zu einem "normalen" Geschäftsbetrieb zurückkehren. In den ersten zwei Wochen, sagte Frank Mirsberger von der Adam-Riese-Unternehmergemeinschaft, habe man regen Zulauf verzeichnen können. Doch nun bekämen die Händler und Dienstleister eine gewisse Zurückhaltung zu spüren.

Perspektivisch erhoffen sich die Teilnehmer der Diskussionsrunde eine stärkere Vernetzung aller regionalen Akteure und den Ausbau eines Außenbildes der Stadt Bad Staffelstein. Besonders die örtliche Unterstützung der Bürger als Kunden für die einzelnen Unternehmen wurde gelobt. Viele Bürger stärkten bewusst die regionalen Unternehmen, indem sie ihren Einkauf vor Ort tätigen. Johannes Ostler als Vertreter der DeHoGa betonte, dass Abhol- und Lieferservice einzelner Gaststätten sehr gut angenommen würden, auch wenn dies nicht die Umsatzeinbußen einer normalen Betriebstätigkeit ausgleichen könne. Seine Hoffnung liegt nun auf den weiteren Terminen zur Eröffnung von Biergärten und der Innengastronomie.

Von ersten Erfolgen berichtet

Im Fazit waren sich alle Beteiligten einig, dass die Corona-Krise ihre Spuren hinterlassen werde und die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen dies noch einige Monate zu spüren bekommen werde.

Aber auch Lichtblicke wurden genannt. Kulturelle Einrichtungen wie Kloster Banz und Vierzehnheiligen, Wandern auf dem Staffelberg, Kanufahren und Radfahren im Obermaintal müssten verstärkt zur Attraktivität der Region und der Stadt beitragen.

Hier wurde schon von ersten Erfolgen berichtet: Zu Pfingsten hätten bereits viele Wohnmobilisten in Bad Staffelstein Stellplätze gebucht.

Zum Abschluss erklärte Bürgermeister Kohmann, Mittel aus nicht umsetzbaren Marketingmaßnahmen wie geplante Messen in direkte Kampagnen zur Steigerung des Besucheraufkommens fließen zu lassen. Bei Problemen oder Fragen stehe die Staffelsteiner Stadtverwaltung allen Unternehmen gerne zur Seite.red

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