Schney
Gemeindeleben

Zehn Jahre evangelisches Gemeindehaus Lichtblick in Schney

Die evangelische Kirchengemeinde Schney feierte das zehnjährige Bestehen des evangelischen Gemeindehauses Lichtblick mit einem Dankgottesdienst.
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Das vor zehn Jahren erbaute Gemeindehaus Lichtblick bildet ein attraktives Ensemble mit der Kirche St. Maria und dem Schloss.Alfred Thieret
Das vor zehn Jahren erbaute Gemeindehaus Lichtblick bildet ein attraktives Ensemble mit der Kirche St. Maria und dem Schloss.Alfred Thieret
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Der von der Pfarrerin Tanja Vincent in der St. Maria-Kirche gehaltene Festgottesdienst, der vom Kantorei-Chor unter der Leitung von Dorothea Lintzmeyer und dem Bläserensemble der "Stamm Brassers" musikalisch umrahmt wurde, stand ganz im Zeichen der Feier zum zehnjährigen Bestehen des Gemeindehauses. Die Pfarrerin verglich in ihrer Predigt die Schwierigkeiten, die sich der Verwirklichung eines Gemeindehauses immer wieder in den Weg stellten, mit dem Bau der Arche durch Noah und dessen Ungewissheit über seine Zukunft sowie den Problemen Martin Luthers, der seine Reformpläne gegen starke Widerstände durchsetzte. "Das Gemeindehaus ist längst ein wichtiges Haus in unserem Ort geworden. Es ist ein gutes Haus, das Leute zusammenholt und die Gemeinschaft in der Kirchengemeinde und im Ort fördert" unterstrich die Pfarrerin. "Eine lange Zeit war es ein Traum und nun ist es schon zehn Jahre ein fester Bestandteil der Schneyer Kirchengemeinde", freute sie sich.
Zusammen mit Ute Grebner, Diana Witzgall, Charlotte Kirmes und Roswitha Schmidt vom Kirchenvorstand erinnerte die Pfarrerin an die vielen Veranstaltungen, die im Gemeindehaus stattfinden und die zu einem guten Einvernehmen der Kirchengemeinde beitragen. So würden hier die Kinder singen, beten und Spaß haben, sich die Jugendlichen auf die Konfirmation vorbereiten und Erwachsenen aus verschiedenen Anlässen zusammenkommen. Viele Feste würden hier gefeiert, von Gemeindefesten und Adventsfeiern bis zu persönlichen Ereignissen wie Geburtstage oder Hochzeiten. Bei der anschließenden Feier im Gemeindehaus, die vom Spielmannszug der FT Schney musikalisch umrahmt wurde, rief die Pfarrerin noch einmal die lange Zeit von ersten Planungen bis zur Verwirklichung des Gemeindehauses ins Gedächtnis zurück.
So wollte man nach dem Abriss des historischen Kantorhauses im Jahr 1978 auf dem Gelände ein neues Gemeindehaus bauen. Erste Pläne ließen sich aber nicht verwirklichen. Ein Plan des landeskirchlichen Baudirektors Harald Hein fand schließlich 2002 Zustimmung, scheiterte aber zunächst an den fehlenden Zuschusszusagen durch die evangelische Landeskirche. Erst durch einen großzügigen Zuschuss der Oberfrankenstiftung im Oktober 2005 konnte zusammen mit dem Zuschuss der Landeskirche und einem Eigenanteil der Kirchengemeinde Schney die Pläne realisiert werden. Nach dem symbolischen Spatenstich am 15. November 2006 habe man bereits am 3. Mai 2007 das Richtfest gefeiert, ehe am 28. Oktober 2007 der Regionalbischof Wilfried Beyhl das neue Gemeindehaus einweihte, führte die Pfarrerin aus.
Ihr Vortrag wurde durch zahlreiche Lichtbilder untermalt. Die Schneyer Stadträtin Elke Werner hob hervor, dass das Gemeindehaus Lichtblick ein zentraler Anlaufpunkt für Feste und Vereine geworden sei. Sie machte auch auf den später noch erstellten barrierefreien Zugang vom Gemeindehaus zur Kirche aufmerksam. Als Sprecherin aller Schneyer Vereine überreichte sie an die Pfarrerin ein Geldgeschenk. Natürlich ließ es sich Pfarrer Stefan Stauch, der zur Bauzeit des Gemeindehauses Pfarrer von Schney war, nicht nehmen, der Kirchengemeinde Schney anlässlich des Jubiläums einen Besuch abzustatten. Nachdem er neuneinhalb Jahre in Schney als Seelsorger wirkte, ist er nun schon seit sieben Jahren Pfarrer von Sennfeld bei Schweinfurt.
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