Lichtenfels

Zehn Flechter fahren zum Grand Prix nach Polen

Die Freude war groß bei den zehn Männern und Frauen, die sich für das vierte Weltfestival der Korbweide und Flechtkultur in Polen qualifiziert hatten.
Artikel drucken Artikel einbetten
"Die Liebenden" nennt Irmgard Wissing ihre neueste Kreation, die ihr eine Teilnahme beim Festival in Polen einbrachte. Mit im Bild Manfred Rauh, Geschäftsführer des ZEFGerda Völk
"Die Liebenden" nennt Irmgard Wissing ihre neueste Kreation, die ihr eine Teilnahme beim Festival in Polen einbrachte. Mit im Bild Manfred Rauh, Geschäftsführer des ZEFGerda Völk
+1 Bild

Zur Prämierung im Stadtschloss war auch eine Delegation aus dem polnischen Nowy Tomysl mit Festival-Intendant Andrzej Pawlak an der Spitze angereist.

Die nationale Vorentscheidung lag in den Händen des Vereins "Flechtwerk" und des "Zentrums europäischer Flechtkultur Lichtenfels" (ZEF). "Das Organisationskomitee des Weltfestivals war mit der Bitte an uns herangetreten, den Wettbewerb zu organisieren", erklärte ZEF-Geschäftsführer Manfred Rauh.

Hochkarätig besetzte Jury

An der Vorentscheidung in Lichtenfels hatten zwölf Flechterinnen und Flechter aus der ganzen Bundesrepublik teilgenommen. Eine hochkarätig besetzte Jury hatte die nicht ganz leichte Aufgabe, aus den eingereichten Arbeiten die Sieger zu ermitteln. Als Juroren fungierten Korbmachermeister Elmar Oppel, Günter Mix, Fachlehrer an der Berufsfachschule für Flechtwerkgestaltung in Lichtenfels, Flechtkünstler Emmanuel Heringer, Arnt-Uwe Schille, Kulturreferent der Stadt Lichtenfels, und Manfred Rauh. "Wir gaben uns streng an die Regularien gehalten", so Rauh.

Heuer sind beim Flechtkulturfestival in Lichtenfels zwölf europäische Nationen vertreten. "In Polen wird das noch einmal getoppt", sagte Bürgermeister Andreas Hügerich bei der Vorstellung der Preisträger. Beim letzten Weltfestival der Korbweide in Polen waren 60 Nationen vertreten. Hügerich zeigte sich begeistert von der Qualität der eingereichten Arbeiten. "Sie haben uns wieder einmal verzaubert."

Mal schlicht, mal filigran

Einen schlichten Korb hatte Manuela Marquardt eingereicht. Auch die Hirschhornschale von Annette Rehle aus Ettensberg (Allgäu) überzeugte die Jury. Mit in Polen werden auch ehemalige und jetzige Schülerinnen der Berufsfachschule aus Lichtenfels sein. Nora Gawenda, im dritten Jahr ihrer Ausbildung, überzeugte mit einer Tasche aus Espartogras.

Auch Lore Wild ist in Lichtenfels längst keine Unbekannte mehr. Mit einer finnischen Paketschnur stellte Kerstin Eickmeier filigrane Körbchen her und bekam von der Jury viel Lob für ihren Einfallsreichtum.

Qualität begeistert

Auch Irmgard Wissing hat mit ihren fröhlichen Kinderfiguren in Lichtenfels schon Furore gemacht. Ihre neuste Kreation "Die Liebenden" brachte ihr ebenfalls eine Teilnahme in Polen ein. Weitere Preisträger sind Hansgert Butterweck, Irina Pfeiffer, Roland Oppelt und Gerhard Grunert.

Bewunderung und viel Lob spendete Festival-Intendant Andrzej Pawlak, der von der handwerklichen Qualität ganz angetan war.

Der zweitägige Wettbewerb um den Grand Prix des Flechtwerks bietet Handwerkern aus der ganzen Welt die Möglichkeit, aktuelle Designtrends, Techniken und Flechtmaterialien kennenzulernen.

Unterkunft und Verpflegung übernimmt der Veranstalter, die Fahrkosten sponsert die Sparkasse Coburg-Lichtenfels.

Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren