Ebensfeld
Marktgemeinderat

Wo soll Parkplatz für neue Kita in Ebensfeld sein?

Die Ebensfelder Räte machten sich Gedanken über die verkehrstechnische Erschließung der neuen Kita an der Schule. Eine Stichstraße ist zugleich Zufahrt und Schulweg. Doch diese Straße ist sehr schmal. Nun wird die gesamte Parkplatzplanung noch einmal genau geprüft.
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Der Neubau der Kindertagesstätte neben der Pater-Lunkenbein-Schule und dem TSV-Sportgelände nimmt Gestalt an. Die Gemeinderäte machten sich in ihrer jüngsten Sitzung Gedanken darüber, wo die zehn Kfz-Stellplätze für die Einrichtung entstehen sollen, so dass möglichst wenig Gefahren durch an- und abfahrende Autos am Schulweg der Kinder entstehen.Matthias Einwag
Der Neubau der Kindertagesstätte neben der Pater-Lunkenbein-Schule und dem TSV-Sportgelände nimmt Gestalt an. Die Gemeinderäte machten sich in ihrer jüngsten Sitzung Gedanken darüber, wo die zehn Kfz-Stellplätze für die Einrichtung entstehen sollen, so dass möglichst wenig Gefahren durch an- und abfahrende Autos am Schulweg der Kinder entstehen.Matthias Einwag
Die neue Kindertagesstätte zwischen Schule und Sportgelände wächst in die Höhe. Im Frühjahr 2019 soll sie in Betrieb genommen werden - zusätzlich zu der bestehenden. Im Endausbau wird es somit in Ebensfeld drei Kita-Gruppen und drei Krippengruppen in der bisherigen Einrichtung geben sowie zusätzlich drei Kitagruppen im neuen Gebäude an der Pater-Lunkenbein-Schule.
In der Sitzung am Dienstag machten sich die Gemeinderäte Gedanken über die verkehrstechnische Erschließung des neuen Gebäudes. Vor allem die Frage, an welcher Stelle die zehn vorgesehenen Kfz-Stellplätze entstehen sollen, war zu klären.


Zwei Möglichkeiten

Ins Auge gefasst sind momentan zwei Flächen, die unmittelbar ans TSV-Sportgelände angrenzen. Um die neue Kindertagesstätte zu erreichen, muss jedoch eine Stichstraße gebaut werden, die das Gelände an die Himmelreichstraße anbindet. Diese Straße ist Kfz-Zufahrt und zugleich Schulweg vieler Kinder.
Otto Weidner (B90/Grüne), befand die rund 80 Meter lange Straße jedoch als zu schmal dimensioniert für einen Geh- und Fahrweg. Er habe beobachtet, dass viele Eltern ihre Kinder allmorgendlich mit dem Auto bis vor die Schultür fahren. Deshalb befürchte er eine Gefährdung der radelnden und laufenden Kinder auf der schmalen Straße.
Kurt Hammer (SPD) ergänzte, auch er habe beobachtet, dass der Kfz-Verkehr vor dem bestehenden Kindergarten in der Prälat-Meixner-Straße stark zugenommen hat. Dies sollte bedacht werden beim Anlegen des Parkplatzes für die neue Kita. Bürgermeister Bernhard Storath (CSU) griff die Überlegungen Weidners und Hammers auf und willigte ein, eine Verkehrsschau mit der Polizei zu terminieren. Gemeinsam könne so eine Lösung gesucht werden, indem der neue Parkplatz vielleicht weiter vorn, an der Ecke zur Himmelreichstraße, ausgewiesen wird.


Fußweg als Abkürzung zur Schule

Spontan fügte der Bürgermeister hinzu, er werde noch prüfen, ob der Bau eines Fußwegs über den hinteren Teil des Sportgeländes möglich ist. Das Areal sei Eigentum der Gemeinde. Ein solcher Weg wäre zugleich eine willkommene Abkürzung zum Eingang der Pater-Lunkenbein-Schule.
Die Planung, an welcher Stelle der Parkplatz entstehen wird, ist also noch offen. Der Bauausschuss hatte sich im März noch dafür ausgesprochen, die Parkplätze näher an der neuen Kindertagesstätte zu bauen.



Im Ebensfelder Marktgemeinderat kurz notiert



Kellbachgrundtrasse Nach ausgiebiger Diskussion bezüglich des Anschlusses der Staatsstraße 2187 an die A 73 beschlossen die Gemeinderäte am Dienstag mit 13:4 Stimmen, das vorhandene Baurecht des Freistaats Bayern baldmöglichst umzusetzen zu lassen. Die Planungen ziehen sich seit Jahrzehnten hin. Etliche Varianten waren in den vergangenen Jahren bereits vorgeschlagen, diskutiert, beklagt und verworfen worden. Die Rechtsmittel, die eingelegt wurden, um gegen die Trasse vorzugehen, sind nun ausgeschöpft. Bernhardt Gehringer (CSU/JB) hatte den Antrag gestellt, die Planung des Staatlichen Bauamt nun zu vollziehen.

Verkehrskonzept Otto Weidner (B90/Grüne) stellte einen Antrag, in dem er ein Gesamtverkehrskonzept für Ebensfeld und alle Gemeindeteile anregte. Das Gremium erörterte die detaillierten Vorschläge Weidners. Mit 12:5 Stimmen lehnten die Räte es jedoch ab, einen Arbeitskreis aus Gemeinderäten und Angehörigen verschiedener Gruppierungen zu bilden, um gemeinsam ein solches Gesamtkonzept zu erstellen.

Kunstwerk Mehrheitlich (vier Gegenstimmen) beschlossen die Räte, eine Stele aus Sandstein an der Brücke in der Unteren Straße aufstellen zu lassen. Der Steinmetz Clemens Muth aus Unterneuses soll diese Stele gestalten, die die floralen Elemente an den Brückengeländern ergänzen wird. Die drei weiteren Felder der Stele zeigen zum einen den Heiligen Franziskus und seine Predigt zu den Vögeln, den Text des Lobgesangs von Franziskus sowie den franziskanischen Strick mit drei Knoten. Die bildhauerische Arbeit wird auf 8827 Euro beziffert, die Gesamtkosten auf 11 061 Euro. Darauf gibt es 60 Prozent Zuschuss von der Regierung von Oberfranken.


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