Weißenbrunn
Beleuchtung

Weißenbrunnern ist Licht zu grell

Mit dem vom Bayernwerk verbauten Kaltlicht können sich die Bewohner der Ortsteile nicht anfreunden. Die Nostalgielampen sollen deshalb mit Warmlicht-LEDs bestückt werden.
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Diese Nostalgieleuchten wurden mit LED-Leuchtkörpern ausgestattet. Doch dieses Licht erscheint jetzt zu hell und zu kalt, also kommt neues aber schwächeres Licht in die Lampen.Karl-Heinz Hofmann
Diese Nostalgieleuchten wurden mit LED-Leuchtkörpern ausgestattet. Doch dieses Licht erscheint jetzt zu hell und zu kalt, also kommt neues aber schwächeres Licht in die Lampen.Karl-Heinz Hofmann

Im Bau- und Umweltausschuss ging es um die Erweiterung und den Austausch der Straßenbeleuchtung in Weißenbrunn.

Bürgermeister Egon Herrmann (SPD) informierte, dass in den vergangenen Wochen und Monaten vermehrt Anregungen von Gemeinderäten und Bürgern hinsichtlich der Optimierung des bestehenden Straßenbeleuchtungsnetzes eingegangen seien. Deshalb befasste sich das Gremium auch im Vorfeld der Ausschusssitzung bei einer Ortsbegehung mit möglichen Erweiterungen der Straßenbeleuchtung.

Die LED-Leuchtmittel der Nostalgielampen wurden vom gemeindlichen Bauamt wegen zu grellen kalten Lichtes beim Bayernwerk bemängelt. Die Bayernwerk AG teilte darauf mit, dass die Leuchten mit einer Leuchtkraft von 4000 Kelvin verbaut wurden. Alternativ könnten aber auch Leuchtmittel mit Warmlicht und einer Leuchtkraft von 2700 Kelvin eingeschraubt werden, die jedoch nicht so gut ausleuchten würden. Das Ratsgremium war sich einig, die Nostalgielampen durch Warmlicht-Leuchtmitteln mit 2700 Kelvin ausstatten zu lassen.

Noch Infos nötig

Über alle anderen vorgeschlagenen Beleuchtungsergänzungen in Grün, in der Alten Straße, in der Sandstraße in Weißenbrunn, in Wildenberg (eventuell autarke Solarlampe an Haus Nr.1) sowie in Neuenreuth und an den Buswartehäuschen in Thonberg werden von der Verwaltung Angebote eingeholt.

Weißenbrunn soll blühende Refugien für Bienen und Insekten schaffen

Zweiter Bürgermeister Michael Bohl (CSU) erörterte und begründete im Bauausschuss einen Antrag der CSU-Fraktion. Unter dem Titel "Weißenbrunn summt" stellte die Fraktion im Oktober den Antrag, Insekten anzusiedeln und dafür die Mäharbeiten zu reduzieren.

Viele Insektenarten drohen, zu verschwinden oder sind bereits nicht mehr da. Experten bezeichnen den Rückgang als dramatisch. Das bringt nicht nur das ökologische Gleichgewicht durcheinander, sondern bedroht auch unmittelbar die Ernte. Denn neben Honigbienen fehlen viele wichtige Bestäuber für Landwirtschaft und Gartenbau.

Es sei in diesem Zusammenhang auch schon das Mähen im Gemeindebereich bemängelt worden, heißt es im CSU-Antrag. Nach Bohl sollen in Absprache mit dem Bauhof Wegränder weniger häufig gemäht werden. Die Reduzierung der Mäharbeiten würde der Gemeinde auch Kosten sparen.

Das biologische Potenzial von Wegrändern könne man für steigende Artenvielfalt nutzen. Bürgermeister Egon Herrmann ging näher auf Ziele und Maßnahmen des "Blühpakts Bayern" ein und ließ zur Information auch einen Videofilm ablaufen. Der Blühpakt folge den Zielvorgaben des "Biodiversitätsprogramms Bayern 2030".

Mit Blick auf die sinkende Bienen- und Insektenzahl wurde im Juni der Startschuss für den Blühpakt Bayern gegeben. Es ist ein breites Bündnis von Partnern nötig, um Bayern wieder zum Blühen bringen. Nach Meinung des Bürgermeisters solle man weitere Informationen einholen und in einer Sitzung Anfang nächsten Jahres das Thema im Gemeinderat beraten. Dem schlossen sich die Ausschussmitglieder an.

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