Weismain
Gestaltung

Weismainer schaffen sich ihre Stadt

Welche Wünsche die Weismainer für das Leben in ihrer Stadt haben, wurde bei einem Workshop ausgelotet. Die Ergebnisse sollen einfließen ins lokale Integrierte Konzept für Städtebauliche Entwicklung.
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Begeistert machen  viele beim Workshop mit und schreiben ihre Wünsche und Ideen auf.Andreas Welz
Begeistert machen viele beim Workshop mit und schreiben ihre Wünsche und Ideen auf.Andreas Welz
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Eigentlich war es keine Abschlussveranstaltung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) im Weismainer Schönbornsaal. Vielmehr geht es nun weiter um Verbesserungen für die Stadt Weismain. Wie wollen wir in Zukunft in unserer Stadt leben? Ein Kreativ-Workshop für Bürger aus Weismain. Diplom-Designerin Patricia Yasmine Graf (Designmetropole Aachen) hatte dazu inspirierende "Best Practice"-Beispiele zu kreativen Vernetzungs- und Umnutzungsprojekten aus anderen Städten dabei und zeigte damit die Chancen von städtebauliches Handlungskonzepten.

Bürgermeister Udo Dauer stellt zunächst die Handlungsfelder des ISEK vor und auch sonst hatte das Stadtoberhaupt positive Nachrichten bei der gut besuchten Veranstaltung dabei. Dauer erklärte, dass seit dem 1. November bei den Förderstellen für nötige bauliche Aufgaben in Kommunen wie Weismain eine Förderung von 80 Prozent zu erwarten sei. Das stelle für eine Kanalbausanierung bei Wasser und Abwasser in der Kernstadt völlig neue finanzielle Realisierungschancen in Aussicht. Jedoch müsse das bis Ende 2021 erstellt sein. Dafür sei zwar ein Kraftakt nötig, aber wäre das dennoch eine riesige Chance für die Stadt Weismain.

Es sei bereits Einiges geschehen im Bereich Stadtentwicklung in Weismain. ISEK-Ziele wurden definiert und erste Projektideen entwickelt. Die Aufgabe des ISEK war es aus Bestandserhebungen und deren Analysen Konzepte für die Entwicklung von Einzelhandel, Gewerbe, Tourismus und Verkehr und einer in Weismain bestehenden historischer städtebaulicher Anlage aus zu arbeiten.

Unterstützung gibt es durch ein Studentenprojekt der TU München. Nach dem ersten Besuch von Architekturprofessor Florian Nagler im August in Weismain startet jetzt das Semester-Projekt. Auch Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner (CSU) führte aus, dass diese Schritte getan werden müssen. In Weismain täten sich Punkte auf, um trotz klammer Kassen wieder vorwärts zu kommen. Wichtig werde sein, dass Impulse aus der Bevölkerung kommen.

Graf stellte vor, welche Möglichkeiten es gibt, wenn Zuschüsse und eigenes Engagement richtig eingesetzt werden. So stellte sie die Arbeiten um ein Hotel in Aachen vor. Aus einem nicht mehr genutzten Gotteshaus, der leerstehenden Kirche St. Elisabeth in Aachen, entstand ein Hotel mit verblüffenden Einrichtungen. Räume für Veranstaltungen jeglicher Art wurden geschaffen. Auch zeigte sie am daraus ebenfalls entwickelten Café Total, dass gemeinschaftlich Räume, die leer stehen, verschieden genutzt werden: Sport, Lesecafe, Kneipentreffen, Bücherei alles unter einem Dach.

Stadtplanerin Livia Maria Andreas erklärte, dass es wichtig sei, bei derartigen Projekten nicht nur das bauliche, sondern den Mensch mit seinen Bedürfnissen zu sehen. Auch die soziale Kompetente spiele eine große Rolle.

In einem Kreativ-Workshop konnten sich die Weismainer mit ihren Wünschen für eine Verbesserung der Lebensqualität, Ideen und Zukunfts-Visionen in ihrer Stadt beteiligen. Schnell war eine Wand bestückt mit Notizzetteln voller Ideen, Zukunftswünschen und Visionen. Kultur, Gastronomie, Belebung der Umgebung, Leerstände, Einzelhandel, Soziales und Begegnung waren die Überbegriffe für die einzelnen Ideen. Sie werden nun durch das Studienprojekt weiter ausgearbeitet. Gefördert wird das Projekt durch Mittel der Städtebauförderung von der Regierung von Oberfranken.

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