Burgkunstadt
Stadtrat

Wasser soll wieder teurer werden

Das Gremium legte die zum Jahresbeginn 2019 Gebührensätze fest. Das neue Baugebiet "Ebnether Berg" soll jetzt erschlossen werden.
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Die Gebühren für die Wasserversorgung steigen in Burgkunstadt ebenso wie die Abwassergebühren ab Januar 2019,Patrick Pleul, dpa
Die Gebühren für die Wasserversorgung steigen in Burgkunstadt ebenso wie die Abwassergebühren ab Januar 2019,Patrick Pleul, dpa

Zwar wurde noch keine endgültige Entscheidung getroffen, dennoch zeichnen sich in der Stadt Burgkunstadt ab dem nächsten Jahr Anpassungen bei der Abwasserbeseitigung und den Wassergebühren ab. Das künftige Neubaugebiet am Ebnether Berg und die Beauftragung eines "Innenstadtmanagers" waren weitere wichtige Themenbereich der Beratungen.

Nachdem sich der vierjährige Turnus (2015-2018) seinem Ende neigt, hatte sich der Stadtrat wieder einmal mit der Neukalkulation der Verbrauchsgebühren für die Abwasserbeseitigung und die Wasserversorgung für den Zeitraum 2019 bis 2022 zu befassen. Aus diesem Anlass war auch Dagmar Suchowski von der Regierung von Oberfranken als Sachverständige für die Kalkulation von Beiträgen und Gebühren der kommunalen Abwasserentsorgungs- und Wasserversorgungsanlagen gekommen.

2,13 Euro pro Kukbikmeter

Sie nannte den neuen Gebührensatz für einen Kubikmeter Wasser mit 2,36 Euro, wobei dieser unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Vorjahre mit 2,13 Euro angesetzt werden könnte; bei einer Rücklagenbildung würde der Wasserpreis 2,28 Euro betragen. Die künftige Abwasserbeseitigung nannte sie mit 2,18 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser und 0,28 Euro bei Niederschlagswasser; bei Berücksichtigung der Vorjahre mit 2,16 bzw. 0,29 Euro. Nach einer längeren Diskussion wurde mehrheitlich ein Wasserpreis von 2,13 Euro pro Kubikmeter und die künftigen Preise für Schmutz- und Niederschlagswasser mit 2,16 und 0,29 Euro als annehmbar genannt. Entsprechende Beschlüsse sollen in der November-Sitzung gefasst werden, so dass die neuen Gebühren zum Jahresbeginn gelten.

Die Änderungen beim Personennahverkehr 2019/20 im Stadtgebiet von Burgkunstadt und das Projekt "Fifty-Fifty-Taxi" erläuterte Markus Simon vom Landratsamt. Er zeigte dabei die künftigen Linien auf, ging auf den Ergänzungen der Schulbusfahrten, sowie die Fahrten an Wochenenden und Feiertagen, die Rufbusse und deren Einsatz ein. Günter Knorr bat in diesem Zusammenhang darum, Theisau und Mainklein in das Liniennetz miteinzubeziehen, auch wenn dies nur wenige Fahrgäste betreffe.

"Ebneter Berg" statt "Jakobsruh"

Bürgermeisterin Christine Frieß erläuterte, dass ein Bauträger plant, das Gebiet zwischen der Ebnether Straße und der Dammsiedlung auf einer Fläche von 2,8 Hektar zu erschließen. Die Verwaltung empfahl deshalb, einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan zu fassen. Als Namen für das künftige Baugebiet schlug Dieter Schmiedel (SPD) die Bezeichnung "Jakobsruh" vor, wogegen Günter Knorr (CSU) dafür plädierte dieses Gebiet als "Ebnether Berg" zu bezeichnen; letzteres fand die Zustimmung der Gremiumsmehrheit.

Einen "Innenstadtmanager" hatte die Stadt Burgkunstadt ausgeschrieben, wobei fünf Angebot eingingen; die beiden Beteiligten, Plan & Werk Bamberg sowie Edith Obrusnik, ebenfalls aus Bamberg, hatten sich den Angaben der Verwaltung zufolge zwischenzeitlich zusammengetan und als "Arbeitsgemeinschaft Stadtumbaumanagement Burgkunstadt" die meisten Punkte erhalten. Das Jahreshonorar belaufe sich auf gut 61 000 Euro.

Nachdem die Baumaßnahme "Leite" abgeschlossen war, stellte Bürgermeisterin Frieß die Gesamtkosten in den Bereichen Straßenbau, Abwasserbeseitigung, Wasserversorgung und Breitbandausbau vor. Demnach blieben die angefallenen Kosten mit 418 000 Euro hinter dem Haushaltsansatz zurück.



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