Lichtenfels
Erlebniswoche

Wanderer bevölkern Gottesgarten am Obermain

Der Bayerische Rundfunk rührte kräftige die Werbetrommel für die Tourismusregion Obermain.
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Bevor sich die Teilnehmer des BR-Wandertages auf die 20 Kilometer lange Strecke begaben, beteiligten sie sich an einem "Warm-up".Foto: Alfred Thieret
Bevor sich die Teilnehmer des BR-Wandertages auf die 20 Kilometer lange Strecke begaben, beteiligten sie sich an einem "Warm-up".Foto: Alfred Thieret
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Die Redaktionen von Hörfunk und Fernsehen im Studio Franken veranstalteten vom 3. bis 7. September unter dem Motto "Wandern Sie mit uns am Obermain durch den Gottesgarten" eine Wandererlebniswoche. Unter Beteiligung der Tourismusregion Obermain standen zunächst vier sogenannte Extratouren auf dem Programm.

Am Montag führte die Tour rund um Ebneth zu alten Felskellern und am Pfersagwasserfall vorbei zu einem alten jüdischen Friedhof. Am Dienstag wanderte man von Loffeld durch den Lautergrund zur Fuchsenmühle und weiter über Stublang zum Fuß des Staffelberges. Von Weismain durch das Kleinziegenfelder Tal zur Weihersmühle wanderten die Teilnehmer am Mittwoch, während die vierte Extratour durch den Pfauengrund auf den Kordigast führte. Zum abschließenden Höhepunkt, dem eigentlichen "BR-Wandertag 2018" trafen am Freitag bis 9 Uhr über 200 Wanderer aus nah und fern auf dem Lichtenfelser Marktplatz ein.

Politische Prominenz präsent

Zur offiziellen Begrüßung durch Stefan Straßer, Redakteur von Studio Franken, war auch die politische Prominenz erschienen. Landrat Christian Meißner hob die über tausend Kilometer Wanderwege hervor, die durch "unsere herrliche Landschaft" führen und dankte den Leuten, die die Strecken betreuen, während Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner mit Vierzehnheiligen, Staffelberg, Kordigast und Kleinziegenfelder Tal einige Highlights nannte, die bei der Wanderwoche auch angesteuert worden waren. Europaabgeordnete Monika Hohlmeier outete sich selbst als begeisterte Wanderin. Bürgermeister Andreas Hügerich freute sich, dass so viele Wanderfreunde den Weg nach Lichtenfels gefunden hätten. Er ließ es sich auch nicht nehmen, ein Stück mitzuwandern.

Zunächst fand aber zur Auflockerung der Muskeln ein Aufwärmprogramm statt, an dem sich alle Wanderer, die aus dem gesamten fränkischen Raum kamen, eifrig beteiligten, ehe man sich in Richtung Moritzkappel auf den Weg machte, um dann bergauf über die Hohe Eller nach Vierzehnheiligen zu gelangen. In der Basilika konnten sich die Wanderer bei einem kleinen Konzert des Basilikaorganisten Georg Hagel und des BR-Moderators Werner Aumüller (Trompete) entspannen, bevor es vorbei am Alten Staffelberg zur Mittagsrast auf den Staffelberg weiterging. Hier konnte man den wundervollen Ausblick auf den Gottesgarten genießen und hatte auch die Möglichkeit an einer Führung zu den archäologischen Ausgrabungen des Keltentores teilzunehmen. Der zweite Teil der Wanderung begann zunächst mit einem Abstieg in den Lautergrund nach Loffeld, dem aber gleich wieder ein Aufstieg zum Morgenbühl folgte, von dem nun der Staffelberg von der anderen Seite zu bewundern war. Erneut ging es hinab zur Lauter nach Horsdorf und weiter nach Bad Staffelstein zum Kurpark, wo der erlebnisreiche Wandertag mit einer Live-Sendung im BR-Fernsehen und mit Musik ausklang.

Alle Teilnehmer waren von der schönen Wanderstrecke, die bergauf und bergab durch Wald und Flur führte und immer wieder wundervolle Ausblicke auf die einmaligen Bau- und Naturdenkmäler bot, begeistert.

Bei vielen Auswärtigen stand gerade der Wunsch im Vordergrund, unsere Gegend einmal näher per pedes kennenzulernen, so auch bei einer Familie aus Geisfeld. Drei Generationen waren mit der Mutter und ihren achtjährigen Zwillingen und dem Opa der Mädchen unterwegs, um die herrliche Natur zu genießen. Unter den Teilnehmern befanden sich aber auch viele passionierte Wanderer aus unserer Gegend. So Reinhold Müller aus Schwabthal, der als Wanderführer und Pilgerbegleiter meist mehrmals in der Woche aktiv ist. Heinrich Braun aus Reundorf, der vielen als langjähriger Wallfahrtsführer der Bad Staffelsteiner Wallfahrt nach Gößweinstein bekannt ist, war mit seinem 13-jährigen Enkel Simon unterwegs. Der Reundorfer unternimmt immer wieder gerne eine Wanderung durch die nähere Umgebung, entweder allein oder mit einem Bekannten. "Da kann man zwischendurch einmal einkehren und sich mit einem Bier und einer Brotzeit stärken", meinte Braun.

Auch der VdK-Kreisvorsitzende Heinz Wittmann befand sich unter den Wanderern. Als Mitglied einer Altenkunstadter Wandergruppe begibt er sich einmal im Monat auf Wanderschaft. Erst kürzlich unternahm er mit seinen Kollegen eine viertägige Wandertour durch den Chiemgau.



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