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Wandern

Wanderbroschüre "geht weg wie warme Semmeln"

Günter Reinlein hat seine Broschüre "24 der schönsten Wandertouren rund um die Deutsche Korbstadt Lichtenfels" erfolgreich veröffentlicht.
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Günter Reinlein gibt in seiner Broschüre Tipps und Anregungen, die sich mit der jeweiligen Wandertour verbinden lassen, wie zum Beispiel einen Museumsbesuch im Kloster Banz. Jutta Rudel
Günter Reinlein gibt in seiner Broschüre Tipps und Anregungen, die sich mit der jeweiligen Wandertour verbinden lassen, wie zum Beispiel einen Museumsbesuch im Kloster Banz. Jutta Rudel
Günter Reinlein engagiert sich schon seit vielen Jahren für die Heimat. Genauer gesagt um die Optimierung der Wanderwege, deren Beschilderung großteils mangelhaft war. Damit Einheimische und Gäste ohne Probleme die Region erkunden können, wirkt er an der Mitgestaltung des Wanderwegnetzes mit. Seit Langem veröffentlicht der 59-Jährige zudem einige Touren in Zeitungsartikeln. Doch damit nicht genug: Er hat die Wandertexte nun auf 112 Seiten gesammelt und um einiges mehr ergänzt.
Seit einigen Wochen ist seine Wanderbroschüre "24 der schönsten Wandertouren rund um die Deutsche Korbstadt Lichtenfels" im Handel - und die "geht weg wie warme Semmeln". Von den 1000 Exemplaren sind nur noch wenige übrig, so der Lichtenfelser. Deshalb hat die Stadt nun 1500 weitere Broschüren nachbestellt. Ab Dienstag, 5. Juni, werden die Regale wieder gefüllt sein.


Großer Aufwand

Jede Wandertour umfasst etwa vier Seitent, gefüllt mit Bildern, einer detaillierten Karte sowie Angaben zur Tourlänge und Gehzeit. Bei längeren Touren gibt es auch selbst erprobte Abkürzungsvarianten. "Ich habe stetig daran gearbeitet", sagt der Autor. Die Texte, Bilder und Karten stammen fast ausschließlich von ihm. Viel Material habe er in der Vergangenheit zwar schon gesammelt, dennoch sei der Aufwand "heftig" gewesen.
Denn für das perfekte Bild musste der 59-Jährige mehrmals den jeweiligen Ort besuchen. Die Routen hat er "per Hand am Computerprogramm eingezeichnet und Markierungszeichen dazu gemacht". Neben den Grafiken musste er auch seine Zeitungstexte um Zusatzinformationen ergänzen. Denn in der Broschüre geht es nicht allein nur um die Wanderwege.

"Die Wanderbroschüre ist eigentlich ein Büchlein. Sie basiert zwar auf den Zeitungsberichten, bietet aber mehrere Vorteile ihnen gegenüber", sagt der Autor. "Im Vergleich zu den Artikeln sind die Karten größer und lesbarer. Auch gibt es in der Broschüre viel mehr Bilder, die Lust auf mehr machen." Doch nicht nur optisch, so Reinlein, überzeugt das Büchlein.


Viel Zusatzinfo enthalten

Er will den Leser umfassend informieren. So wird eingehend das System des neuen Wanderwegnetzes erläutert und Besonderheiten werden herausgestellt. "Zum Beispiel was es bedeutet, wenn ein Pfeil auf dem Schild nach unten zeigt oder wie sich die Gesamtlänge eines Rundwegs berechnen lässt", erklärt Reinlein.

Auch in die einzelnen Texte hat er weitere Informationen gepackt. So hat er zu jeder Route Einkehrmöglichkeiten, mit genauer Adresse und Öffnungszeiten, aufgezeigt. "Ich habe nur die genommen, die ich wirklich selbst empfehlen kann", fügt er hinzu. Darüber hinaus werden in der Broschüre Tipps und Anregungen für Zusatzoptionen gegeben. So zum Beispiel Museumsbesuche, Pilz- und Bärlauchvorkommen oder nahe gelegene Bademöglichkeiten.
Der Lichtenfelser erzählt, dass er selbst viele Sachen beim Wandern entdeckte, die er zuvor gar nicht kannte. "Es ist prima, die Schönheit von unseren Schätzen zu zeigen", schwärmt er. Umso mehr freut ihn die große Nachfrage.

Die Exemplare liegen für fünf Euro pro Stück in in den Tourist-Infos des Landkreises sowie in etlichen Gaststätten, die als Einkehrmöglichkeiten in der Broschüre genannt werden, aus. "Es war mir wichtig, den Preis bei guter Qualität so niedrig wie möglich für die Allgemeinheit zu machen", sagt er. Denn: "Ich habe das nicht gemacht, um Geld daran zu verdienen. Das Büchlein ist für Einheimische und Gäste gedacht." Letztere sollen dadurch einen Anreiz haben, wiederzukommen.

Eine zweite , um drei bis vier Touren erweiterte Auflage ist, so der Autor, möglicherweise im kommenden Jahr geplant. "Aber ich will jetzt erst mal runterfahren", sagt der 59-Jährige. Denn er sei in der letzten Zeit oft genug unterwegs auf Entdeckungsreise gewesen. "Und die Enkelkinder und Familie sollen ja auch was von ihrem Opa haben."


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