Grundfeld
Bürgerbegehren

Vor der Abstimmung informieren

CS Trans und der BN bieten Veranstaltungen, um sich rund um den Bürgerentscheid ein Bild zu machen.
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Auf diesem Grundstück will CS Trans bauen, im Hintergrund ist der Neubau von Concept Laser zu erkennen.
Auf diesem Grundstück will CS Trans bauen, im Hintergrund ist der Neubau von Concept Laser zu erkennen.
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Am Sonntag, 24. November, werden die Bürger in Bad Staffelstein darüber entscheiden, ob die Firma CS Trans einen Hallenneubau mit 25 000 Quadratmetern Fläche auf einem Acker an der Autobahn nördlich von Grundfeld errichten kann.

Bislang hat sich die Firma in Hallen mit 6600 Quadratmeter Fläche auf einem Grundstück südlich von Grundfeld eingemietet und plante auch einen Kauf der Flächen, um dort zu erweitern. Denn man will die aktuellen zusätzlichen angemieteten Lager an einem Ort zusammenführen. Doch das kam nicht zustande. Die Besitzerin kündigte sogar den Mietvertrag, so dass CS Trans Ende 2020 ausziehen muss.

Der Stadtrat stimmte im Februar dem Vorhaben von CS-Trans mehrheitlich zu, es solle ein vorhabenbezogener Bauplan aufgestellt werden. Der Bund Naturschutz (BN) initiierte zusammen mit Anwohnern Ende Juni einen Bürgerentscheid, man stört sich an dem Ort, wo der Neubau geplant wird. Das würde die Sichtachse zwischen Vierzehnheiligen und Kloster Banz belasten und dort passe ein Bau nicht ins touristisch geprägte Maintal. Zudem gebe es viele freie Gewerbeflächen im Landkreis, auf denen man nach einer Alternative suchen könne. "Seit 1990 haben wir 2000 Hektar Nutzfläche im Landkreis verloren", sagt BN-Kreisvorsitzender Anton Reinhardt. In der vergangenen Woche war man mit Ursula Sowa, Landtagsabgeordnete der Grünen, vor Ort, die die Initiatoren des Bürgerentscheids unterstützt. Dort sagte auch einer der Anwohner, Michael Endres, dass die Familie Precklein, der momentane Eigentümer, durchaus zum Verkauf bereit sei, er habe mit der Eigentümerin gesprochen.

Doch das scheint weiterhin nicht der Fall zu sein. "Mir liegt kein Angebot vor", sagt Christian Schad, Geschäftsführer bei CS Trans. Man habe sich seit dem Jahr 2011 fast jährlich schriftlich an die Besitzerin gewendet, um über einen Kauf zu sprechen, ohne Erfolg. Der letzte Versuch fand vor Gericht statt, als ein Vergleich über die Modalitäten der Kündigung ausgehandelt wurde: "Wir hatten ein Gutachten aus dem Jahr 2016 vorliegen und waren bereit, mehr zu zahlen als die Summe, die dort genannt wurde." Der BN selber hat nichts dagegen einzuwenden, wenn CS Trans auf dem bestehenden Grundstück bauen würde und hatte sich selber bemüht zu vermitteln. Vor rund zwei Monaten fand mit BN, Besitzerin und Landrat Christian Meißner ein Gespräch statt, in dem das Thema erörtert wurde. Doch es brachte bislang keinen Durchbruch, bestätigte man aus dem Landratsamt. Auch alternative Flächen in der Nähe des bisherigen Standortes an der Autobahn haben sich nicht aufgetan.

Ende Oktober verteilte CS Trans im Stadtgebiet Flyer an alle Haushalte. "Wir waren dazu mit 30 von unseren Mitarbeitern unterwegs", sagt Christian Schad. Auch mit einem Infostand war man auf dem Herbstmarkt Ende Oktober vertreten.

Er könne nicht nachvollziehen, warum ein Bau im Norden, gegen den der BN nichts einzuwenden habe, eine Sichtachse störe und einer im Süden nicht.

In dem Flyer hat CS Trans auch ein Muster des Stimmzettels abgebildet. Wer den Bau der Hallen unterstützen wolle, muss "Nein" ankreuzen. "Vielen Leuten, das zeigten uns Gesprächen, war das bislang nicht bewusst, sagt Schad.

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