Lichtenfels
Ernte im Herbst

Verschiebung der Erntezeit: Diese Produkte sind bald auf den heimischen Obstmarkt zu finden

Durch die Umdenken der Menschen auf regionale Produkte, gewinnen Obstmärkte in der Region immer mehr an Bedeutung. Bald beginnt die Erntezeit der Herbstpflanzen, die Erzeugnisse werden dann auf den regionalen Obstmärkten angeboten
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Mitte Oktober gibt es neue, saisionale  Produkte auf den ObstmärktenFoto: Klaus Gagel
Mitte Oktober gibt es neue, saisionale Produkte auf den ObstmärktenFoto: Klaus Gagel

Aufstieg der Obstmärkte - saisional und regional wird immer wichtiger

Obst in Form eines Marktes in Dörfern zu verkaufen, hatte anfangs viele Skeptiker. Dass daraus inzwischen eine so "Tolle Sache" dabei herausgekommen ist, hat in dieser Form kaum einer für möglich gehalten. Im Nachhinein zeigt sich, dass einige Orte mit ihren Apfelmärkten eine echte Pionierleistung vollbracht haben und in eine Marktlücke vorgestoßen sind. Die Märkte sind von Jahr zu Jahr vielfältiger und interessanter geworden. Am wichtigsten dabei aber ist die Steigerung der Wertschätzung heimischer Produkte. Die Obstmärkte haben zu einer Belebung des Obstanbaues in den Fluren der Dörfer geführt. Sie tragen außerdem dazu bei, dass sich ein immer größerer Kundenstamm vor Ort entwickelt. So werden jetzt vielfach das ganze Jahr über bäuerliche Produkte direkt vom Hof verkauft. Durch die Obstmärkte hat sich eine kleine Bürgerbewegung entwickelt. Diese scheint aus dem Bedürfnis zu wachsen, etwas Positives für die Region tun zu dürfen und dabei gleichzeitig gesunde Nahrungsmittel zu erwerben. Das alles geschieht aus eigener Kraft und ohne staatliche Reglementierung.

Verschiebung der Erntezeit

Im vorigen Jahr begann erst um diese Zeit die Obsternte. Heuer ist sie zum großen Teil schon vorbei. So haben die Apfelbäume die meisten Früchte bei der großen Hitze und Trockenheit zu Boden fallen lassen, um damit selbst überleben zu können. Nur wenige Äpfel hängen noch an den Bäumen. Nur die Quitten sind heuer mit der Reife relativ spät dran. Es fehlt diesen Früchten außerdem auch noch das übliche wunderbare Quittenaroma. Hier heißt es, mit dem Ernten noch zu warten. Beim Pflücken sollten die Früchte trocken sein, da sonst der flaumartige Belag leidet. Wird dieser zerstört, schauen die Quitten schmierig und unansehnlich aus. Das gilt sowohl für die Apfel- wie auch Birnequitte. Die geernteten Früchte sollten schnell im Haushalt verwertet werden, da eine lange Aufbewahrung nicht möglich ist. Man kann aus Quitten mithilfe eines Dampfentsafters einen sehr aromatischen Saft so wie Gelee machen. Auch die Herstellung eines Quittenbrotes ist möglich.

Erster Frost

In den letzten Nächten gab es schon in manchen Gebieten die ersten Minusgrade. In den vorangegangenen Jahren war das meistens erst Ende Oktober der Fall. Gefrorene Pflanzen sollte man nicht anfassen. Erst nach dem Auftauen ist dies wieder möglich. Für die Mispel und Schlehe ist ein geringer Frost aber ideal, da so die Säure der Früchte gemindert wird. Die späten Äpfel und Birnen so wie Quitten, die noch am Baum hängen, halten wenige Minusgrade gerade noch aus.

Zeitpunkt der Kübelpflanzen

Wann für Kübelpflanzen der richtige Zeitpunkt zum endgültigen Einräumen gekommen ist, hängt von der spezifischen Frostresistenz der Pflanzen ab. Besonders empfindlich sind Engelstrompete, Roseneibisch (hawaiianische Nationalblume), Kerzenstrauch und Prinzessinnenblume. Mit dem Einräumen der Kübelpflanzen, die einige Frostgrade vertragen können, sollte man so lange warten, wie möglich. Dazu gehören z. B. Oleander, Rosmarin, Lorbeer, Hanfpalme, Olivenbaum, Aukube und der Chilenische Flammenbusch. Für solche Arten, die meistens aus in mediterranen Ländern wachsen, ist es günstig, wenn sie lange draußen bleiben. Die Winterquartiere, an denen sie dann viele Monate verbringen müssen, sind selten optimal geeignet.

Erntezeit der Herbstsalate

Herbstsalate wie Zuckerhut, Endivien, Mangold und Chinakohl werden in den nächsten Wochen geerntet. Knollensellerie, Gelbe Rüben, Rote Rüben, Winterrettiche und verschiedene Kohlarten sollten erst Ende Oktober, beziehungsweise Anfang November geerntet werden, wenn das Wetter es zulässt. Zu frühes Einlagern kann die Haltbarkeit im Winterlager verkürzen. Gerade das Wachstum der Kohlgemüse ist jetzt noch beträchtlich. Lauch verträgt einige Frostgrade und bleibt deshalb bis zum eigentlichen Verbrauch auf dem Beet. Das gilt auch für Rosen- und Grünkohl.

Wintervorbereitung der Pflanzen

Man sollte nicht alle verwelkten Blätter von Astilben vor dem Winter abschneiden. Diese können die Sprossbasis vor Frosteinwirkungen schützen. Erst im Frühjahr werden die alten Triebe zwischen den Neuen vorsichtig herausgeschnitten. Auch bei anderen Stauden wie Schwertlilien und Pfingstrosen ist besser, sie nicht zu früh abzuschneiden. Damit wird bei ihnen ebenfalls der Winterschutz geraubt.

5 Tipps Pflanzen winterfest zu machen.



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