Zapfendorf
Klärschlammtrocknung

Veolia möchte in Zapfendorf Klärschlamm trocknen

Ein neuer Weg auf einem alternativen Grundstück bietet sich für die von Veolia gewünschte Trocknung von Klärschlamm an.
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Damit im Zapfendorfer Holzkraftwerk Klärschlamm getrocknet hätte werden können, hätte der Bebauungsplan geändert werden müssen. Jetzt gibt es eine Alternative dazu- Andreas Welz
Damit im Zapfendorfer Holzkraftwerk Klärschlamm getrocknet hätte werden können, hätte der Bebauungsplan geändert werden müssen. Jetzt gibt es eine Alternative dazu- Andreas Welz

Ende Oktober sorgte ein Antrag der Firma Veolia für größere Diskussionen im Gemeinderat Zapfendorf. Das Unternehmen, das auch das Bio- und Holzheizkraftwerk betreibt, würde gern eine Klärschlamm-Trocknungsanlage errichten. Auf dem bisher geplanten Grundstück geht das aber nur bei einer Änderung des Bebauungsplans. Nun scheint sich eine andere Option zu eröffnen.

"Sondergebiet Feuerungsanlage ausschließlich zur Verbrennung von Hölzern mit Nebenanlagen zur Holzlagerung und Holzbehandlung" lautet die Bezeichnung des Gebiets, auf dem das Bio- und Holzheizkraftwerk steht. Andere Nutzungen sind somit hier nicht zugelassen. Es sei denn, der Gemeinderat ändert den Bebauungsplan - er könnte die Bezeichnung etwa um "und zur Klärschlammtrocknung" erweitern. Die Bereitschaft dazu zeigte sich in der Oktobersitzung aber nicht.

Im Nachgang hat Veolia aufgrund der größtenteils ablehnenden Haltung des Gemeinderats nach einer Alternative gesucht - und sie anscheinend gefunden. Das berichtete Verwaltungsmitarbeiter Hans-Jürgen Einwag in der Sitzung. So ließe sich eine Anlage nördlich des bestehenden Kraftwerks errichten, gleich neben der Kläranlage des Marktes Zapfendorf. Dort greift die Sondergebietsregelung nicht, die Fläche ist einfaches Gewerbegebiet. Laut Regierung von Oberfranken, so Einwag, wäre eine Klärschlamm-Trocknungsanlage hier immer zulässig. Natürlich muss der konkrete Antrag des Unternehmens die gewohnten Behördenwege bis zur Genehmigung gehen, verhindern lasse sie sich am neuen Standort aber wohl kaum.

Budgetierung fürs Aquarena?

Auf der Tagesordnung stand auch die Feststellung der Jahresrechnung 2017. Der Markt Zapfendorf schloss das Haushaltsjahr 2017 mit einem Gesamthaushalt von rund 16 Millionen Euro ab. Thomas Miske (Aktive Bürgerliste Unterleiterbach) erläuterte als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses das Ergebnis. Es gebe keine größeren Beanstandungen, lediglich kleine Nachbereitungen seien notwendig. Schwerpunkte seines Berichts waren die freiwilligen Leistungen der Gemeinde sowie das Schwimmbad Aquarena: "Die Aufrechterhaltung des Betriebs mag ein hohes Gut sein, sie sollte aber bei geringstmöglichen Kosten geschehen, eine Budgetierung sollte erfolgen."

Bürgermeister Volker Dittrich berichtete, dass für die Schule und die Einrichtung eines digitalen Klassenzimmers Fördergelder in Höhe von 25 000 Euro fließen werden.

Von Georg Ries (CSU) kam die Anfrage, wie es in Sachen Glasfaserausbau weitergehe. Aktuell sei Glasfaser bis zu den Verteilerkästen verlegt, nächster Schritt müsse der Ausbau bis zu den Grundstücken sein. Er bat darum, dieses Thema im kommenden Jahr auf die Tagesordnung zu setzen, auch weil eventuell neue Förderprogramme von Bund und Ländern zu erwarten seien.

Vereidigt wurden Georg Senger und Christian Wudy als Feldgeschworene.

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