Lichtenfels
Wahl 2020

Uwe Held (CSU) will Lichtenfelser Bürgermeister werden

Die Christsozialen aus Lichtenfels schicken Uwe Held als Spitzenkandidaten in die Kommunalwahl. Er soll den Bürgermeisterposten von den Sozialdemokraten zurückerobern.
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Uwe Held (Mitte) freute sich über die Nominierung zum Bürgermeisterkandidaten ; im Bild mit CSU-Stadtverbandvorsitzendem Ronald Kaiser, dem Kreisvorsitzenden, Landrat  Meißner,  MdB Emmi Zeulner und Fraktionsvorsitzendem  Frank Rubner (v. l.) entgegennehmen.Alfred Thieret
Uwe Held (Mitte) freute sich über die Nominierung zum Bürgermeisterkandidaten ; im Bild mit CSU-Stadtverbandvorsitzendem Ronald Kaiser, dem Kreisvorsitzenden, Landrat Meißner, MdB Emmi Zeulner und Fraktionsvorsitzendem Frank Rubner (v. l.) entgegennehmen.Alfred Thieret

Uwe Held wurde am Donnerstag mit nur einer Gegenstimme zum CSU-Bürgermeisterkandidaten nominiert. CSU-Stadtverbandsvorsitzender Ronald Kaiser schlug als Kandidaten Uwe Held vor, dieser Vorschlag wurde von Robert Gack als dienstältestem CSU-Stadtrat bekräftigt. Er sagte Held die volle Unterstützung der Fraktion zu. Philipp Molendo sicherte die Unterstützung durch die Jungen Bürger als deren Fraktionsvorsitzender zu.

Held fasste seine Ziele als Bürgermeisterkandidat in fünf Bausteinen zusammen und nannte dabei auch seine vielfältigen beruflichen Aktivitäten und Qualifikationen. Der 51-jährige gebürtige Lichtenfelser ist verheiratet und hat mit seiner Frau Barbara eine 21-jährige Tochter.

Er habe in seinem Leben drei Ausbildungen als Koch, Bürokaufmann und Verkaufsleiter abgeschlossen. Während seiner achtjährigen Bundeswehrzeit sei er als Verpflegungsgruppenführer eingesetzt gewesen und sei anschließend bei der Tengelmann-Unternehmensgruppe als Filialleiter, Bezirksverkaufsleiter sowie Projektleitern tätig gewesen. Schließlich habe er noch als Geschäftsführer einer Firma für Maschinen, Ladeneinrichtungen und Rohstoffe für Eiscafés und Eisdielen gearbeitet.

Damit habe sich der Kreis geschlossen . Die Verbindung zum Eis habe ihn dazu gebracht, 2010 in seiner Heimatstadt Lichtenfels ein Eiscafé zu eröffnen. Das sei für ihn eine Herzensentscheidung gewesen, konnte er doch nun auch wieder mehr Zeit mit seinen Eltern verbringen.

Generationenübergreifend von Kindern, Eltern, Großeltern bis zu engen Freunden war dann auch die Familie einer von fünf Bausteinen, die er in seinem Konzept für ein prosperierendes Lichtenfels für wichtig hält. Held "möchte allen Generationen gerecht werden", ob es um bezahlbaren Wohnraum im Hinblick auf Bauplätze, Sozialwohnungen, seniorengerechtes und barrierefreies Wohnen oder um attraktive Mietwohnungen geht. Ebenso wichtig seien auch wohnungsnahe Kindergartenplätze und saubere Spielplätze mit vielfältigen altersgerechten Spielmöglichkeiten.

Auch wenn durchaus schon viel gemacht worden sei, möchte Heldr hier mehr Angebote schaffen, mehr Service bieten und mehr Gebiete ausweisen: "Für mich ist der Lebensraum für eine Familie nicht nur zu Hause, nicht nur in der Betreuung, sondern an vielen Orten des Lebens; deshalb sind für mich alle Bereiche der Familie ein ganz wichtiger Baustein für das Gedeihen unserer Stadt."

Das Wohlergehen der Familien sei auch eng mit der wirtschaftlichen Stabilität verbunden, weshalb Held die Wirtschaft als zweiten wichtigen Baustein heraushob. Arbeitsplätze seien neben Infrastrukturmaßnahmen eine Grundvoraussetzung für die Ansiedlung von Familien bzw. das Bleiben von Familien. Trotz der aktuell guten Lage müsse mehr getan werden für Start-ups, Neugründungen sowie für bestehende Betriebe und Gewerbe. Die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt müsse oberste Priorität haben. Auch mit dem demografischen Wandel müsse man sich aktiv auseinandersetzen.

Als ehemaliger Vorsitzender eines Eisstockvereins wisse er, wie wichtig Vereine für alle Bürger, vor allem aber für Kinder und Jugendliche seien, deshalb sei das sein dritter Baustein Die ehrenamtlich geführten Vereine seien als Bindeglied zwischen den einzelnen Menschen ein fester Bestandteil der Gesellschaft. Hier gelte es das ehrenamtliche Engagement nach Möglichkeit vor allem in der Jugendarbeit zu unterstützen und auch die Zusammenarbeit unter den Vereinen zu fördern.

Als geselliger Typ lege er sehr viel Wert auf hohe Lebensqualität als vierten Baustein. Sein Ziel sei es deshalb, dass sich die Lichtenfelser in ihrer Heimat wohlfühlten,. Wanderwege, Fahrradstrecken, ÖPNV und gute Freizeitmöglichkeiten gehörten zu einer wünschenswerten Lebensqualität.

Zum Schluss betonte Uwe Held, dass er 2011 in die CSU eingetreten sei, weil er seine Heimatstadt mitgestalten wolle. 2018 habe er den Entschluss gefasst, mehr Verantwortung zu übernehmen und sich als Bürgermeisterkandidat der CSU zu bewerben.

Er bat deshalb um das Vertrauen der anwesenden Mitglieder. Er bat die Bevölkerung darum, an einem erfolgreichen Lichtenfels mitzubauen, wobei die Nominierungsbesucher gleich ihre Vorschläge auf kleinen Bausteinen niederschreiben konnten.

Landrat Christian Meißner gratulierte Held in seiner Funktion als CSU-Kreisvorsitzender zum hervorragenden Wahlergebnis. Es koste Mut und erfordere eine starke Persönlichkeit, gegen einen amtierenden Bürgermeister anzutreten. Beide Eigenschaften billigte er Held zu. Die CSU sei "bei der letzten Wahl gerupft worden". Man habe daraus seine Lehren gezogen und wolle verlorenes Terrain mit einem starken, gemeinsam geführten Wahlkampf zurückgewinnen.

Bundestagsabgeordnete und CSU-Stadträtin Emmi Zeulner betonte, dass es ein Anliegen der CSU sei, eine Alternative mit einem eigenen Bürgermeisterkandidaten zu bieten.

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