Der Sonderpreis für zukunftsweisende Entwicklungen in Dorf und Landschaft geht an Herzogsägmühle (Landkreis Weilheim-Schongau); der Preis für vorbildliche Nutzung bestehender Bausubstanz geht an Atzmannsricht (Landkreis Amberg-Sulzbach) und die Auszeichnung für vorbildliche Einbindung der Freizeit- und Erholungsanlagen in die Landschaft sichert sich Oberndorf am Lech (Landkreis Donau-Ries).

"Wenn du im Halbfinale bist, willst du natürlich ins Endspiel, aber wir können damit leben", sagte Bernhard Storath, der Bürgermeister von Ebensfeld. "Ich verfalle deswegen nicht in Depressionen", fügte Storath hinzu. Er wolle den Erfolg mit den Unterneusesern feiern, den sie trotzdem gemeinsam errungen hätten. "Auch wenn wir nicht gewonnen haben, hat der Wettbewerb den Zusammenhalt noch einmal gefördert."

Ähnlich sieht es Edeltraut Böhmer, Vorsitzende der Unterneuseser Garten- und Blumenfreunde: "Die Neusicher sind deswegen nicht geknickt. Wir hatten das Ziel zwar schon vor Augen, aber wir haben immer gesagt, dass wir glücklich sind, überhaupt so weit zu kommen. Wir wollen bleiben, wie wir sind." Auch wenn sie den Bundesentscheid nicht erreicht haben, wollten die Unterneuseser trotzdem feiern. "Es ist eine kleine Party geplant", verriet Edeltraut Böhmer. Am Donnerstagabend waren alle Unterneuseser inklusive Bürgermeister eingeladen, sich am Feuerwehrhaus zu einem Glas Sekt zu treffen.

An dem Wettbewerb des bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hatten 345 Gemeinden aus sämtlichen Regierungsbezirken teilgenommen.