Vierzehnheiligen
Schulprojekt

Umweltschutz: Jeder kleine Beitrag zählt

Was heißt nachhaltig leben? Ein Projekttag am Bildungszentrum Vierzehnheiligen regte Schüler an, über ihr eigenes Konsumverhalten nachzudenken.
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Die Schüler konnten je nach Interessenlage aus verschiedenen Arbeitsgruppen wählen. Hier: Schülerinnen beim Papierschöpfen.
Die Schüler konnten je nach Interessenlage aus verschiedenen Arbeitsgruppen wählen. Hier: Schülerinnen beim Papierschöpfen.
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Wie können wir Natur und Umwelt für künftige Generationen erhalten? Welchen Beitrag kann jeder Einzelne dazu im Alltag leisten? Diesen und weiteren Fragestellungen widmeten sich Schüler der Berufsfachschulen für Kinderpflege sowie Ernährung und Versorgung am Bildungszentrum Vierzehnheiligen der GGSD (Gemeinnützige Gesellschaft für soziale Dienste). In einem Projekttag "Nachhaltige Lebensstile" setzten sie sich mit unterschiedlichen Aspekten des Themas auseinander. Geplant wurde das Projekt von Schulleiterin Elvira Berkel und Angelina Ludwig (Fachlehrerin für Werken und Gestalten) in Kooperation mit der Umweltstation des Landkreises Lichtenfels. Die Umsetzung erfolgte unter der Leitung von Michael Stromer, dem Leiter der Umweltstation in Weismain, und dessen Team, bestehend aus Karin Braun, Kerstin Schmidt und Christian Luplow. Das Lehrerkollegium unterstützte nach Kräften.

Wie wird ein Handy hergestellt?

Mit einem eindrucksvollen Vortrag sensibilisierte Stromer eingangs die Schüler für nachhaltiges Konsumverhalten.Was wir kaufen und verbrauchen, hat für den individuellen ökologischen Fußabdruck jedes Einzelnen, der als wichtiger Nachhaltigkeitsindikator gilt, eine erhebliche Bedeutung.

Je nach Interessenlage konnten die Schülerinnen und Schüler dann aus verschiedenen Arbeitsgruppen zu den Themen Artenvielfalt, Körperpflege, Konsumverhalten, Obst und Gemüse, Papier schöpfen und nachhaltiges Einkaufen wählen und ihr Wissen vertiefen. Viele der Aktionen und Informationen regten dabei immer wieder zum Nachdenken über das eigene Verhalten an. Insbesondere die Bedingungen, unter denen wertvolle Rohstoffe für die Handyproduktion in afrikanischen Bergwerken gewonnen werden, rüttelten die jungen Leute auf. Kinderarbeit und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen sind dort an der Tagesordnung.

Deo selbst gemacht

Zum Abschluss trafen sich alle Gruppen, um ihre neu gewonnenen Erkenntnisse auszutauschen. Schon der erfrischende Zitronenduft verriet, dass Deos sehr einfach selbst hergestellt werden können. Das Team um Fachlehrerin Angelina Ludwig präsentierte selbst geschöpftes Papier, eine andere Gruppe zeigte, dass aus alten T-Shirts Einkaufstaschen hergestellt werden können. Die Arbeitsgruppe "Artenvielfalt" klärte auf, wie wichtig der Schutz und die Versorgung von Bienen und anderen Insekten für die Natur und wegen ihrer Bestäubungsleistung auch für unsere Ernährung sind. Allen wurde bewusst, dass jeder einen kleinen Beitrag im Alltag leisten kann, um dem Ziel, Natur und Umwelt zu erhalten, ein Stück näher zu kommen. Als erster Schritt gilt es, das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen.

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