Altenkunstadt
Entwicklungskonzept

Trampelpfad nervt Altenkunstadter

Schmale Gehwege und nicht barrierefreie Pflaster: Die Bürger sehen Handlungsbedarf.
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Viele Bürger wünschen sich, dass der Gehweg zwischen der Grundschule und der Ortsstraße An der Wiesenmühle ausgebaut wird. Der Trampelpfad ist derzeit schlecht zu begehen.  Foto: Stephan Stöckel
Viele Bürger wünschen sich, dass der Gehweg zwischen der Grundschule und der Ortsstraße An der Wiesenmühle ausgebaut wird. Der Trampelpfad ist derzeit schlecht zu begehen. Foto: Stephan Stöckel

Der Ortskern von Altenkunstadt ist nicht gerade fußgänger- und behindertenfreundlich. Die Gehwege sind schmal und das Pflaster nicht barrierefrei. Eine Abhilfe erhoffen sich viele Bürger von einem Ausbau des Gehweges, der von der Ortsstraße An der Wiesenmühle zur Grundschule führt.

Bei der Abschlusssitzung zum integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK), mit der die Gemeinde Altenkunstadt die Entwicklung der Kommune steuern will, richteten sie eine entsprechende Forderung an Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) und Landschaftsarchitektin Susanne Augsten aus Naila. "Wir werden den Weg von seiner Wertigkeit her etwas höher ansetzen", versprach Bürgermeister Robert Hümmer.

Mehr Verkehrssicherheit

Die Einwohner erhoffen sich davon auch ein Stück mehr Verkehrssicherheit für Kinder, ältere und behinderte Mitbürger. Ihnen ist aber auch bewusst, dass der derzeitige Zustand des Weges untragbar sei. Es handelt sich nämlich weitgehend um einen Trampelpfad. Nur das Stück, das durch die Ortsstraße An der Wiesenmühle verläuft ist geteert. Der Weg müsse ausgebaut und Straßenlaternen aufgestellt werden, hieß es. Im Bereich der Eisdiele und in der Klosterstraße unweit des Rathauses wünschen sich Bürger Querungshilfen. Ludwig Groß sprach sich dafür aus, das holprige Kopfsteinpflaster zwischen Gastwirtschaft "Preußla" und dem Rathaus durch eine barrierefreie Variante zu ersetzen.

"Wir befinden uns auf der Zielgeraden." Mit diesen Worten hatte Augsten die Sitzung überschrieben, zu der sich am Dienstagabend rund 15 Bürger im Rathaussaal eingefunden hatten. Ausführlich stellte sie die Maßnahmenliste für das städtebauliche Voruntersuchungsgebiet vor, die sie gemeinsam mit dem Hofer Architekten Klaus Greim erarbeitet hatte. Sie umfasst alle Punkte, die in den vergangenen Arbeitssitzungen mit den Bürgern erörtert worden waren.

Das Umfeld rund um die Raiffeisenbank soll neu gestaltet und die Weismain entlang der Gerbergasse renaturiert werden. Vorgesehen ist auch, durch den Abriss des Hauses Gerbergasse 10 einen öffentlichen Entlastungsparkplatz unweit der Bank zu schaffen. Die Pläne für das Haus Gerbergasse 2, das im Erdgeschoss noch bewohnt ist, im Obergeschoss hingegen leersteht, sind fortgediehen.

Wohnraum im Obergeschoss

Die ursprüngliche Idee, hier Platz für Ausstellungen zu schaffen, wurde fallengelassen, da es hierfür in Altenkunstadt mit der ehemaligen Synagoge oder dem katholischen Pfarr- und Jugendheim bereits entsprechende Einrichtungen gibt. Stattdessen soll nun Wohnraum geschaffen werden. "Über einen Aufzug und einen Laubengang gelangt man in den ersten Stock", erläuterte Augsten. Eine Erhöhung des Gebäudes um ein Dachgeschoss hielt sie für sinnvoll. Das Haus würde dann mit dem neuen Anbau der Raiffeisenbank eine höhengleiche Einheit bilden, so die Expertin.

Auch der öffentliche Straßenraum soll neu gestaltet werden. Mit aufgenommen wurde die Forderung von Gemeinderat Ludwig Winkler von den Freien Bürgern der Ortsteile (FBO) das Straßenprofil der Theodor-Heuß-Straße auf 6,30 Meter zu verbreitern. Rund um das alte Bootshaus könnten Toiletten und Duschen für Camper sowie Stellplätze für Wohnmobile entstehen. "Die Klosterstraße sollte neu gestaltet und durchgrünt werden", meinte die Expertin. Auch den Wohnstraßen westlich der Theodor-Heuß-Straße würde nach Ansicht Augstens eine Neugestaltung gut tun. Leerstände sollten beseitigt, der Vorplatz am Rathaus neu gestaltet und Fußwegverbindungen geschaffen oder verbessert werden. Dazu zählt auch der Etterweg, der vom Altenheim in die Langheimer Straße führt.

Die Maßnahmenliste samt Bestandskarte von Altenkunstadt soll auf die Homepage der Gemeinde gestellt werden. Dort kann sie von den Bürgern heruntergeladen werden. Diese können weiterhin Anregungen einbringen.

Im Rathaus wird die Aufstellung ebenfalls einsehbar sein. Das letzte Wort bei der Durchführung der Maßnahmen, für die es einen staatlichen Zuschuss von bis zu 90 Prozent gibt, hat der Gemeinderat, der Prioritäten setzen kann.

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