Vierzehnheiligen
Tiersegnung

Tiere unter Gottes Schutz gestellt

Zahlreiche Herrchen und Frauchen kamen am Donnerstagnachmittag vor die Basilika Vierzehnheiligen, um ihre Lieblinge segnen zu lassen
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Für Pater Stanislaus standen anlässlich des Tags des Heiligen Franziskus die guten Wünsche der Vierbeiner und deren Begleiter im Fokus. Foto: Gerd Klemenz
Für Pater Stanislaus standen anlässlich des Tags des Heiligen Franziskus die guten Wünsche der Vierbeiner und deren Begleiter im Fokus. Foto: Gerd Klemenz
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Was war das für ein Bellen, Wiehen und Zwitschern - der heilige Franziskus hätte seine helle Freude gehabt! Etwa 100 Herrchen und Frauchen hatten sich am Donnerstagnachmittag vor der Basilika versammelt, um ihre Lieblinge segnen zu lassen und den Schutz des heiligen Franziskus zu erflehen. Seit einigen Jahren laden die Franziskaner in Vierzehnheiligen Tierbesitzer aus nah und fern dazu ein.

Vom Hasen bis zur Dogge

Hoch zu Ross war Marie mit ihrer Schwester Anna und Freundin Katharina aus Bad Staffelstein zum "Heiligen Berg" hochgaloppiert. Ein Frauchen aus Zapfendorf tätschelte ihre riesengroße Dogge, während die zehnjährige Katharina ihre fünf Monate junge Katze "Flecki" unter dem Arm hielt. Schwester Beatriz´ und Schwester Miriam hielten die Hühner aus dem Mutterhaus fest, und Schwester Dorothea streichelte liebevoll den Hasen aus dem Konradshof. Neben Hunden, Meerschweinchen, Kaninchen und Katzen bereicherte auch ein Dutzend Pferde das tierisch-bunte Bild an der Basilika.

Verantwortung für die Schöpfung

Die Veranstaltung ist eine einzigartige Demonstration der Verbundenheit mit der Schöpfung. Mit dem Segen sollen die Tiere unter Gottes Schutz gestellt werden. Die Segensfeier will die Verantwortung der Menschen für die Bewahrung der Schöpfung in Erinnerung rufen.

Dass die Tiersegnung immer Anfang Oktober stattfindet, hat seinen Grund: Der 4. Oktober ist nämlich Welttierschutztag, was wiederum einen kirchlichen Hintergrund hat. Der 4. Oktober ist gleichzeitig der Gedenktag des Heiligen Franz von Assisi, der vor rund 800 Jahren lebte und als Patron der Tiere gilt. Es waren Franziskanerschwestern und Franziskanerpatres, die vor Jahren die Idee einer Tiersegnung in Vierzehnheiligen hatten. Mittlerweile hat sich die Tiersegnung zu einer Tradition entwickelt, die viele Tierbesitzer nicht mehr missen möchten. So befanden sich unter den Herrchen und Frauchen, die am Tag der Deutschen Einheit den Weg hinauf zur Basilika gefunden hatten, nicht wenige, die schon in den Vorjahren dabei waren. Nach Gebet und Gesang ging Franziskanerpater Stanislaus Wentowski auf dem Basilikavorplatz durch die dicht gefüllten Reihen, um den Tieren sowie ihren Besitzern den Segen mit Weihwasser zu spenden.

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