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Unwetter

Sturmtief "Sabine": Blockierte Straßen und umgestürzte Bäume

Im Landkreis Lichtenfels hat das Sturmtief "Sabine" am Montag und in der vorherigen Nacht hauptsächlich umgestürzte Bäume und gelöste Ziegel verursacht.
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Ein umgefallener Baum versperrte gestern die Kreisstraße zwischen Burgkunstadt und Kirchlein.  Foto: Landratsamt Lichtenfels/Heiko Tremel
Ein umgefallener Baum versperrte gestern die Kreisstraße zwischen Burgkunstadt und Kirchlein. Foto: Landratsamt Lichtenfels/Heiko Tremel
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Ganz Deutschland blieb nicht vor dem Sturmtief "Sabine" verschont. Einige Regionen aber traf es bisher heftiger als andere. Die Polizei Lichtenfels hatte am Montag verhältnismäßig wenig zu tun. Zwei kleinere Unfälle habe es in den frühen Morgenstunden gegeben, bei denen Autofahrer bei Weismain und im Bereich Ebensfeld gegen umgestürzte Bäume gefahren seien, sagt Jürgen Hagel, stellvertretender Dienststellenleiter der Polizei Lichtenfels. Verletzt worden sei keiner.

Öfter handeln musste dagegen die Feuerwehr. Der erste Notruf ging gegen vier Uhr morgens ein, sagt Kreisbrandrat Timm Vogler. Grund seien mehrere Bäume auf den Fahrbahnen in Burgkunstadt gewesen. Zu 25 Einsätzen im Landkreis musste die Feuerwehr in der Nacht bis zum Montagvormittag ausrücken. 20 davon haben Bäume, Schilder oder Bauzäune betroffen, die auf die Straße gefallen waren. Die weiteren fünf Einsätze lösten herabgewehte Ziegel an Hausdächern aus. Das seien insgesamt aber nur wenige gewesen, sagt Vogler. In Nedensdorf im Stadtgebiet von Bad Staffelstein seien beispielsweise zwei Scheunen zum Teil abgedeckt worden.

187 Kräfte im Einsatz

Im Laufe des Nachmittags seien fast noch einmal so viele Einsätze hinzugekommen, sagt Kreisbrandmeister Markus Witzgall. Auch für diese seien hauptsächlich Bäume ausschlaggebend gewesen, die auf die Straße fielen, wie in der Hauptstraße in Marktgraitz, sowie herabfallende Ziegel wie in der Bamberger Straße in Lichtenfels. Zwar sei die Unwetterlage noch nicht vorbei, aber "der untere Landkreis ist eher verschont geblieben", sagt er. Insgesamt waren 187 Einsatzkräfte beteiligt, wie es in einer Pressemitteilung vom Landratsamt heißt.

"Wir rechnen damit, dass das ein oder andere noch passiert", sagt Kreisbrandrat Vogler, von einem wie in vielen Medien angekündigten Monstersturm könne bisher aber nicht die Rede sein. "Wir haben großes Glück gehabt."

Einige Straßen sind gesperrt

Der Sturm betraf zum Wochenbeginn ebenso den Schulbetrieb. In ganz Oberfranken blieben die Schultüren geschlossen. Im Landkreis fuhren zudem aus Sicherheitsgründen keine Schul- und Linienbusse der Firma Götz. Seit heute Morgen um 5.30 Uhr läuft der Busverkehr allerdings wieder nach Fahrplan.

Außerdem sind folgende Straßen seit gestern gesperrt: Die Kreisstraßen zwischen Burgkunstadt und Ebneth, Lichtenfels und Buch am Forst, Hausen und Unnerdorf, Burgkunstadt und Kirchlein sowie die Ortsverbindungen zwischen Michelau und Schwürbitz und Lichtenfels und Degendorf. "Aufgrund der zum Teil starken Winde ist ein zeitnahes Beseitigen der Sturmschäden durch die Einsatzkräfte nicht möglich", teilte das Landratsamt mit. Im Laufe des Tages sollen die Straßen voraussichtlich aber wieder befahrbar sein.

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