Lichtenfels
Wetter

Sturm bringt keine großen Schäden

Fabienne verschonte im Vergleich zu umliegenden Regionen den Landkreis.
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Die Feuerwehr Lichtenfels rückte mit ihrer Drehleiter aus, um den abgeknickten Baum herunterzuholen. Ein Sicherungsseil verhinderte, dass er auf die Straße fiel. Foto: Feuerwehr Ebensfeld
Die Feuerwehr Lichtenfels rückte mit ihrer Drehleiter aus, um den abgeknickten Baum herunterzuholen. Ein Sicherungsseil verhinderte, dass er auf die Straße fiel. Foto: Feuerwehr Ebensfeld
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Das Sicherungskabel hielt: Die Tanne an der Spitze des Kerwasbaumes hing herunter, aber sie fiel nicht. Sturmtief Fabienne hatte den Baum oben am Stamm am Sonntagnachmittag abgeknickt. Doch unmittelbare Gefahr entstand dadurch nicht. Die Feuerwehr Lichtenfels rückte mit ihrer Drehleiter an und holte gegen 17 Uhr den Baum herunter - sicher die spektakulärste Aktion an diesem Sturm-Sonntag.

Auch in Uetzing ging es bei einem Erntedankfest turbulent zu. Ein zum Feiern aufgestelltes Zelt wurde von einer Windhose erfasst. Die Plane riss an den Halterungen, zudem wurden kleine Metallstangen vom Rahmen abgerissen, die zwei Männer trafen, die dadurch Prellungen und Schürfwunden erlitten. Den Sachschaden gibt die Polizei mit rund 2000 Euro an.

Etwa zur selben Zeit fuhr ein 24-Jähriger mit seinem Wagen von Unnersdorf in Richtung Herreth, ein 40-Jähriger kam ihm entgegen. Beide fuhren zeitgleich mit mäßiger Geschwindigkeit gegen einen umgestürzten Baum, der auf der Straße lag. Der Baum konnte von einer Streifenbesatzung von der Fahrbahn gezogen werden. Beide Fahrzeuge waren noch fahrbereit. Der Sachschaden beläuft sich auf insgesamt 1100 Euro.

"Insgesamt sind wir aber wieder einmal von Schlimmerem verschont geblieben", sagt Kreisbrandrat Timm Vogler. Er schätzt die Zahl der Einsätze auf insgesamt 30. Einige Keller liefen voll, Äste knickten ab. Bei Mistelfeld stand die Straße unter Wasser und Ackerboden wurde auf die Fahrbahn gespült. Vogler denkt schon, dass es durch die lange Trockenperiode im Sommer mehr Totholz an den Bäumen gab, aber eine signifikante Häufung gab es nicht zu verzeichnen.

Von einer anderen Aktion bekamen die Einwohner des Landkreises nichts mit: In der Gemeinde Burgwindheim hatte der Sturm in dem kleinen Ort Untersteinach Millionenschäden an Gebäuden angerichtet (siehe Bericht auf Seite 3). Alle Drehleitern aus dem Landkreis waren dorthin beordert worden. Damit keine Versorgungslücke entstand, stellte die Lichtenfelser Feuerwehr eine der beiden Drehleitern nach Hallstadt bei Bamberg ab, damit sie von dort aus für Einsätze in Richtung Norden bereit stand.

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