Burgkunstadt
Programm

Stummfilmpianist Richard Siedhoff spielt wieder in Burgkunstadt

Auch die 14. Saison der Kultursonntage in der Alten Vogtei in Burgkunstadt verspricht klangvolle Namen international renommierter Künstler.
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In der neuen Saison wird es ein Wiedersehen geben mit den Stummfilmpianisten Richard Siedhoff. Foto: Birgit Schikora-Keßler
In der neuen Saison wird es ein Wiedersehen geben mit den Stummfilmpianisten Richard Siedhoff. Foto: Birgit Schikora-Keßler

In der hohen Beliebtheit der Kultursonntage liegt auch eine gewisse Beständigkeit. Darüber freut sich Organisatorin Andrea Buder von der Bayerischen Akademie der Schönen Künste: "Ich habe schon das Gefühl, dass die Veranstaltungsreihe angenommen wird. Dies zeigen auch die Autokennzeichen aus den umliegenden Landkreisen und Städten."

Auch das hohe Renommee der Künstler, Solisten, Ensembles und Rezitatoren, die während der Saison einmal im Monat in der Alten Vogtei in Burgkunstadt zu hören sind, dürfte zur Beständigkeit beitragen.

"Wir haben wieder ein sehr schönes Programm zusammengestellt", betonte Andrea Buder im Hinblick auf die 14. Saison der Kultursonntage.

Die Veranstaltungen

Mit dem Ensemble "sonorizzonte" starten die Kultursonntage am 13. Oktober in die neue Saison. Das Ensemble mit Jessica Kuhn, Arno Jochem de La Rosée und Andreas Arend interpretiert barocke Meisterwerke des 17. und 18. Jahrhunderts. Auf dem Programm stehen unter anderem Werke von Francois Couperin, dem Hofkomponisten des "Sonnenkönigs", Jakob Hermann Klein aus Amsterdam und dem thüringischen Geiger und Komponisten Johann Michael Nicolai.

Am 10. November dürfen sich die Besucher der Kultursonntage auf ein Konzert mit dem Geiger Ulf Schneider und dem Pianisten Jan Philip Schulze freuen. Mit Geige und leidenschaftlichem Klavierspiel interpretieren beide Künstler unter dem Motto "Sérénade mélancolique" Werke von Tschaikowski, Mozart, Schubert, Sibelius und Respighi.

Am 8. Dezember erwartet das Vogteipublikum unter dem Motto "Oh süßer Weihnachtsvorgeschmack" Texte und romantische Gitarrenklänge zum Advent aus fünf Jahrhunderten mit dem Schauspieler Stefan Müller-Ruppert und dem Gitarristen Maximilian Mangold.

"Vom Jazz zur Klassik" heißt das Motto am 12. Januar mit dem spanischen Klarinettisten Pablo Barragán und dem Pianisten Mario Häring. Die Klarinette ist ein Instrument, das bei den Kultursonntagen bislang noch nicht vertreten war. Barragán ist dafür bekannt, dass er es meisterhaft versteht, bereits mit der ersten Note die Verbindung zu seinem Publikum herzustellen.

Charlie Chaplin und Buster Keaton

Zweimal hat es der Stummfilmpianist Richard Siedhoff bisher verstanden, sein Publikum in der Vogtei zu begeistern. Beim letzten Mal waren sogar Kinder im Publikum. Am 9. Februar wird Siedhoff vier Kurzfilmklassiker aus der Slapstickschmiede des noch stummen Hollywoods mit Großmeister Charlie Chaplin und Buster Keaton wirkungsvoll in Szene setzen.

Am 8. März werden Christoph Mayer und Johanna Seitz unter dem Thema "Spirit & pleasure goes folk" Lieder und Tänze des 18. Jahrhunderts aus England, Irland und Schottland lebendig werden lassen.

Das Geschwisterquartett "TenHagen" besitzt inzwischen einen festen Platz in der deutschen und internationalen Kammermusikszene. Kathrin, Leonie, Borge und Malte Ten Hagen werden zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven dessen Streichquartett e-Moll "Rasumowsky" op. 59 Nr. 2 zur Aufführung bringen.

Publikationsstipendium

Zu den liebgewonnenen Traditionen der Kultursonntage gehört auch eine Lesung. In der letzten Saison war es die Schauspielerin Michaela May, die mit "Liebe und weiteren Katastrophen" ihr Publikum begeisterte. Zum Abschluss der Saison werden am 10. Mai der Schauspieler August Zirner und der Musiker Kai Struwe ihre Version des "Kleinen Prinzen" erzählen. Das vor 77 Jahren in New York erschienene Buch wurde in mehr als 150 Sprachen übersetzt.

Am Sonntag, 24. November 2019, findet ab 11 Uhr im Rahmen einer Feierstunde die Verleihung des Chamisso-Publikationsstipendiums der Friedrich-Baur-Stiftung statt. Der Preisträger wird noch bekanntgegeben. Das mit 10 000 Euro dotierte Stipendium wird heuer erstmals an einen Autor vergeben, der aus einer nichtdeutschen Herkunftskultur kommt und ein literarisches Werk in deutscher Sprache veröffentlich hat.

Wo gibt es Karten?

Der Kartenvorverkauf erfolgt im Büromarkt Schulze in Burgkunstadt, Telefon 09572/1697, bei der Tourist-Info Lichtenfels, Telefon 09571/795101, und bei der Kulturgemeinde Burgkunstadt, Telefon 09572/3246.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen der Kultursonntage sind auch im Internet unter www.baur-stiftung.de zu erfahren.

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