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Stublang bei "Unser Dorf hat Zukunft": Wie stehen die Chancen?

Stublang hat sich um den Titel im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" beworben. Nach der Bachmauersanierung stehen die Chancen nicht schlecht.
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Das Kirchenumfeld in Stublang wurde ebenfalls neu und mit viel Grün gestaltet. Fotos: Niklas Schmitt
Das Kirchenumfeld in Stublang wurde ebenfalls neu und mit viel Grün gestaltet. Fotos: Niklas Schmitt
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Traditionspflege nennt Helmut Reinhardt, Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins, die Teilnahme am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". "Wir machen mit, damit wir dabei sind", sagt er.

Denn ob Stublang nun gewinnt oder nicht, ist für ihn zweitrangig: "Es ist schön, dass man die Gemeinschaft auch durch so einen Wettbewerb fördert." Denn Aktionen wie die zahlreichen Feste oder der jährliche Obstmarkt bringen die Leute zusammen, sagt er.

Stublang im oberen Drittel

Mit solch einem intakten Dorfleben erhöhen die Stublanger aber auch ihre Gewinnchancen. Denn es kommt bei dem Wettbewerb, wie Berthold Girschke vom Landratsamt - eines von sechs Jurymitgliedern - sagt, nicht nur auf die Schönheit des Dorfes an. Auch das Gemeinschaftsleben ist wichtig, die Identität des Dorfes.

Das wird in Stublang von der Döritz geprägt. Zwischen März 2017 und Oktober 2018 wurde das Bachufer für 1,8 Millionen Euro saniert. Auch das Kirchenumfeld wurde neu gestaltet.

"Das ist eine prägende Phase gewesen für die nächsten 25 bis 50 Jahre", sagt Michael Stromer, Kreisfachberater und Leiter der Kommission. "Da hat Stublang sehr gewonnen", meint er.

Der Rundgang, den die Jury am Montag durch das Dorf genommen hat, führte vom Gemeindehaus am Kneippbecken vorbei, die Döritz entlang zur Kirche. Von dort ging es weiter durch das Neubaugebiet zurück zum Gemeindehaus. Auch Girschke setzt das Dorf im oberen Drittel der Bewerber an. Vieles von dem, worauf es ankommt, sieht er vorbildlich umgesetzt.

Es kommt auf das Gefüge an

Der Ortsrand zum Dornig, zum Beispiel, sei mit den großen Bäumen sehr schön eingefasst und franst nicht aus. Oder der Kirchplatz mit dem neu angepflanzten Grün füge sich sehr gut ein. "Es geht darum, das Grün im Dorf zu haben. Grün heißt auch Leben", sagt Girschke. Wichtig sei aber der Gesamteindruck, es komme auf das Gefüge an.

Einerseits sei alte Bausubstanz und die Pflege wichtig, andererseits müssen auch Neubauten in das Dorf integriert werden. Da seien die Übergänge wichtig. Wie sind die Vorgärten eingefasst, wie öffnen sie sich zur Straße hin? Schöne Häuser müssen nicht per se alt sein und Kastenfenster haben. Modern und einfach können sie auch sein.

Dass der Wettbewerb für die Stublanger mehr bedeutet als nur ein ästhetisches Kräftemessen, zeigen sie bei der Rückkehr. Kaffee und Kuchen wurde aufgetischt. Gemeinsam sitzt man zusammen und unterhielt sich.

Helmut Reinhardt erzählt, dass an jede der drei Brücken über die Döritz eine Infotafel angebracht sei. Denn da komme man vorbei und jeder kriege alles mit. So wird die Dorfgemeinschaft gepflegt.

Insgesamt beteiligen sich an dem Wettbewerb elf Dörfer auf Kreisebene. Darüber hinaus führt der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege den kreisinternen Themenwettbewerb "Blumenschmuck" durch. Stublang nimmt an beiden teil.

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