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Vögel

Störche in Schwürbitz gesichtet: Population im Landkreis Lichtenfels wächst

Vor 30 Jahren waren Weißstörche in Bayern vom Aussterben bedroht. Ein staatliches Programm sollte die Vogelart retten. Mit Erfolg.
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Weißstörche auf dem Dach und Kirchturm der Herz-Jesu-Kirche in Schwürbitz. An jenem Abend, als das Foto entstand, hatten sich insgesamt 26 Störche auf dem Turm und dem Langhaus der Kirche niedergelassen.  Foto: Julia Kellner
Weißstörche auf dem Dach und Kirchturm der Herz-Jesu-Kirche in Schwürbitz. An jenem Abend, als das Foto entstand, hatten sich insgesamt 26 Störche auf dem Turm und dem Langhaus der Kirche niedergelassen. Foto: Julia Kellner
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Es ist eine einzigartige Beobachtung, die Julia Kellner an der Herz-Jesu-Kirche in machte: Schwarze Schwungfedern, rein-weißes Federkleid und lange, rötliche Beine sind zu sehen. Oben auf der Kirche verteilt stehen sie: 26 Störche!

Julia Kellner war früher als Fotografin tätig und betreibt die Fotografie nun als Hobby. Sie entdeckte die Störche zufällig. Als sie die vielen Vögel sah, habe sie sich zunächst gefragt, welche Art das wohl sei. Julia Kellner: "Es war kurz nach 20 Uhr und ich wollte eine Freundin nach Hause bringen, da sah ich die Störche auf der Kirche." Julia Kellner hatte zum Glück ihre Kamera dabei und fand gute Positionen, um Fotos zu machen. "Ich hatte leider kein Stativ dabei, dann hätte ich noch schönere Bilder machen können", fährt die 28-Jährige fort.


Brütende Weißstörche

Dabei ist es kein Wunder, dass Störche im Landkreis Lichtenfels zu sehen sind. Das staatliche Artenhilfeprogramm für den Weißstorch wird nämlich nun eingestellt. Was sich zunächst negativ anhört, ist in Wirklichkeit ein Erfolg: Denn die Einstellung des Programms bedeutet, dass die Vogelart gerettet ist. "Grundsätzlich geht es dem Weißstorch in Bayern so gut wie schon lange nicht mehr", erklärt Markus Simon von der Pressestelle des Landratsamts Lichtenfels. Auch die Zahl der brütenden Weißstörche im Landkreis habe deutlich zugenommen.

Das Artenhilfeprogramm umfasste unter anderem ein bayernweites Bestands- und Brutmonitoring, eine Optimierung der Nahrungsflächen, Nestsanierungen und Neuanlangen sowie die Reduzierung von weiteren Gefahren.

Im Landkreis Lichtenfels gibt es derzeit drei Storchennester: In Michelau auf einem ehemaligen Brauereischlot, auf einem Klinikdach in Hochstadt am Main sowie in Ebensfeld auf einem ehemaligen Kamin. Hinzu kommen Horste im Itzgrund.
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